Korrektur: Die Schweiz hat dem Iran H1N1 Impfstoff verkauft (Letzte Änderung 28.01.2010)

Bern, 28.01.2010 - Die Schweiz hat mit dem Iran einen Verkaufsvertrag über 750'000 Dosen des Impfstoffs Celtura® von Novartis gegen die pandemische Grippe abgeschlos-sen und ihm weitere 150'000 Dosen als Spende geschenkt. Wie im September angekündigt beteiligt sich die Schweiz ausserdem an der von US-Präsident Barack Obama initiierten Impfstoff-Spendeinitiative zu Gunsten der Entwicklungsländer und schenkt der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund einen Zehntel ihrer Impfstoff-Bestellung. Die verbleibenden Impfdosen werden eingelagert und stehen der Schweizer Bevölkerung im Falle einer neuen pandemischen Grippewelle zur Verfügung.

Die Schweiz hatte 13 Millionen Impfdosen Celtura® und Focetria® von Novartis, sowie Pandemrix® von GlaxoSmithKline (GSK) gekauft, um im Falle einer Pandemie die Schweizer Bevölkerung zweimal impfen zu können. Als die Impfstoffe produziert und getestet wurden, stellten die Experten fest, dass es nicht immer nötig war, zwei Dosen zu verimpfen. Der Bundesrat hat darauf hin beschlossen, bis zu 4,5 Millionen Dosen durch eine Schenkung an die WHO und den Verkauf an Drittländer zu veräussern.

Der Vertrag mit dem Iran sieht die sofortige Auslieferung von 360'000 Dosen vor. Der Impfstoff Celtura® hat vorläufig eine Haltbarkeit von 6 Monaten. Novartis strebt die Verlängerung der Haltbarkeit um 2 x 3 Monate an. Die Lieferung der restlichen 540'000 Dosen des Celtura® Imfpstoffes hängt von dieser Verlängerung ab.  

Bei der Schenkung an die WHO handelt es um das GSK Antigen des Pandemrix®. Dieses ist zwei Jahre haltbar und wird gar nicht erst in die Schweiz geliefert. Pandemrix® wird direkt von GSK der WHO zur Verfügung gestellt. Die entsprechenden Vertragsergänzungen sind unterzeichnet.

 


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Letzte Änderung 20.04.2018

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