Deutliche Erholung des alpenquerenden Schienengüterverkehrs im ersten Halbjahr

Bern, 12.09.2013 - Der alpenquerende Schienengüterverkehr hat sich nach der vorübergehenden Sperrung der Gotthard-Bahnlinie im Juni 2012 erholt: In einem wirtschaftlich weiterhin schwierigen Umfeld hat er im ersten Semester 2013 um 6,9% zugelegt und konnte seinen Marktanteil im alpenquerenden Güterverkehr auf 66,1% erhöhen (+3,7 Prozentpunkte). Der Strassengüterverkehr ging um 8,9 % zurück.

Von Anfang Januar bis Ende Juni 2013 wurden über 19 Millionen Tonnen Güter durch die Schweizer Alpen transportiert. Schiene und Strasse haben sich dabei unterschiedlich entwickelt: Der Schienenverkehr konnte mit 12,8 Millionen Tonnen ein starkes Wachstum verzeichnen (+0,8 Millionen Tonnen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012), was allerdings auch durch die tiefen Vorjahreswerte bedingt ist: Vom 5. Juni bis 2. Juli 2012 war die Gotthard-Eisenbahnachse aufgrund eines Felssturzes in Gurtnellen gesperrt gewesen. Der Strassengüterverkehr transportierte im ersten Halbjahr 2013 rund 6,5 Millionen Tonnen (-0,6 Millionen Tonnen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012). Insgesamt liegt die vom alpenquerenden Güterverkehr transportierte Menge trotz Erholung auf der Schiene im ersten Semester dieses Jahres unter den Werten der Jahre vor der Finanz- und Wirtschaftskrise (2006-2008).

Aufgeschlüsselt auf die Alpenübergänge transportierte die Bahn im ersten Halbjahr 17,4% mehr Güter über die Gotthardachse als im ersten Halbjahr 2012. Auf der Simplon-Bahnachse, die während der Sperrung im Juni 2012 einen Teil des Verkehrs der Gotthard-Achse übernommen hatte, ist ein Rückgang um 5,5% zu verzeichnen. Alle Schienensegmente konnten vom Aufschwung im ersten Semester 2013 profitieren. Die rollende Landstrasse (Rola), die letztes Jahr unter zahlreichen Zugausfällen gelitten hatte, wuchs am stärksten (+15,5%). Ihr Anteil am alpenquerenden Güterverkehr liegt allerdings nur bei  5% (+0,6 Prozentpunkte). Der Anteil des unbegleiteten kombinierten Verkehrs stieg um 2,5 Prozentpunkte auf 42,7% an.

Die alpenquerenden Lastwagenfahrten gingen im ersten Halbjahr auf 574'000 zurück. Das sind 54'000 Fahrten oder 8,5 % weniger als im ersten Semester 2012. Der grösste Rückgang wurde am Gotthard beobachtet (-43'000 Fahrten). Der Rückgang der Fahrten war leicht geringer als der Rückgang der transportieren Gütermengen. Auch für das laufende Jahr zeichnet sich ab, dass die Zahl der Lastwagenfahrten durch die Alpen über dem Zwischenziel von 1 Mio. jährlichen Fahrten bleibt, welches nach Gesetz 2011 zu erreichen gewesen wäre.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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