Wirkung von Werbung und Marketing im Lebensmittelbereich unter der Lupe (Letzte Änderung 10.11.2010)

Bern, 09.11.2010 - Wie sehr lassen sich junge Konsumentinnen und Konsumenten durch Lebensmittelwerbung beeinflussen? Dieser Frage ist die zweite Jahrestagung von «actionsanté» gewidmet, zu der das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am 9. November verschiedene Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft sowie den Bereichen Gesundheit und Verbraucherschutz eingeladen hat.

Im Rahmen des Nationalen Programms Ernährung und Bewegung 2008 - 2012 des BAG wurde Anfang 2009 die Initiative «actionsanté» lanciert. Ihr Motto lautet: «Make the healthy choice the easy choice!», was bedeutet, dass der Bevölkerung die Wahl für einen gesunden Lebensstil erleichtert werden soll. Das BAG motiviert dabei Unternehmen im Bewegungs- und Lebensmittelbereich, sich mit konkreten Projekten für die Gesundheit der Bevölkerung einzusetzen. Sämtliche Aktivitäten beruhen auf Freiwilligkeit. So können die Unternehmen z.B. durch die Reduzierung von Salz, Zucker und Fett in den Lebensmitteln zu einer ausgewogeneren Ernährung beitragen oder die Menschen mit gezielten Aktionen zu mehr Bewegung anregen. Mit einem Verzicht auf Werbung, die sich an Kinder und Jugendliche richtet, könnte das Konsumverhalten dieser Altersgruppe positiv beeinflusst werden.

An der Jahrestagung stellen die Partner von «actionsanté» ihre Handlungsversprechen vor. So wird der Mars-Konzern bis 2013 den Salzgehalt in ihren Reis- und Saucenprodukten reduzieren.

Selecta, die Verpflegungsautomaten betreibt, hat in diesem Jahr in verschiedenen Schulen das Sortiment in ihren Automaten angepasst. So wurde der Anteil an gesunden Lebensmitteln wie Früchten, Joghurts, ungesüssten Kaltgetränken sowie kalorienreduzierten Sandwiches ausgebaut.

In diesem Jahr hat der Fleischverarbeitungsbetrieb Traitafina den Salz- und Fettgehalt in verschiedenen Wurstwaren gesenkt. Unilever sieht vor, ebenfalls den Salzgehalt in gewissen Produkten zu senken, so in Knorr Trockensuppen und in Knorr Mix-Gewürzmischungen.

Die ersten beiden Partner von «actionsanté», Coop und Migros, haben bereits im letzten Jahr verschiedene Versprechen eingelöst. Für 2010 haben sie weitere Zusagen gemacht und teilweise bereits umgesetzt. So ist Coop daran, den Zuckeranteil bei Jogurts und Frischdesserts der Coop Eigenmarken «Qualité & Prix» und «Prix Garantie» um 10 bis 20 Prozent zu senken. Migros seinerseits reduziert den Salzgehalt in verschiedenen Pizzen und Pastasorten sowie in einigen Fertiggerichten. Im Takeaway-Bereich soll das Angebot an ausgewogenen Gerichten der Marke «Délifit» erweitert werden.

 


Adresse für Rückfragen

BAG, Liliane Bruggmann, Sektion Ernährung und Bewegung, Telefon 031 322 95 05 oder media@bag.admin.ch


Herausgeber

Bundesamt für Gesundheit
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Letzte Änderung 20.04.2018

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