Coronavirus: Bund unterzeichnet Vertrag zur Reservation eines Arzneimittels

Bern, 23.11.2021 - Der Bund hat mit dem Unternehmen MSD Merck Sharp & Dohme AG Schweiz einen Vertrag für die Reservation eines vielversprechenden Arzneimittels gegen das Coronavirus (SARS-CoV-2) abgeschlossen. Es handelt sich um das antivirale Arzneimittel Molnupiravir.a

Auf Empfehlung der wissenschaftlichen Taskforce COVID-19 hat das Bundesamt für Gesundheit einen Vertrag für bis zu 8'640 Packungen des antiviralen Covid-19-Arzneimittels Molnupiravir unterzeichnet. Die Vertragssumme ist vertraulich.

Molnupiravir wird voraussichtlich spätestens bis im Januar 2022 zur Verfügung stehen. In einer klinischen Studie wurde die Wirksamkeit bei nicht-hospitalisierten Covid-19- Patientinnen und Patienten mit einem hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf nachgewiesen.

Mit dem Vertrag sichert sich der Bund, neben den bereits verfügbaren monoklonalen Antikörpern Casirivimab/Imdevimab und Sotrovimab, ein weiteres vielversprechendes Covid-19- Arzneimittel. Im Gegensatz zu diesen monoklonalen Antikörpern hat Molnupiravir antivirale Eigenschaften und kann oral verabreicht werden.

Der Bund übernimmt die Kosten der Behandlung

Das Arzneimittel ist in der Schweiz noch nicht zugelassen. Es kann aber nach einer noch zu erfolgenden Anpassung der Covid-19-Verordnung 3 bereits während des laufenden Zulassungsverfahrens zur Behandlung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten angewendet werden. Der Bund wird die Kosten der Behandlung im ambulanten Bereich übernehmen, bis sie von der obligatorischen Krankenversicherung vergütet wird.

Das BAG tauscht sich regelmässig mit der wissenschaftlichen Taskforce über bestehende und neue Therapien gegen Covid-19 aus. Wird ein Arzneimittel oder ein Wirkstoff als vielversprechend in der Behandlung von Covid-19 beurteilt, kann der Bund die Beschaffung organisieren, falls dies nötig ist.


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