Asylstatistik September 2021

Bern-Wabern, 20.10.2021 - Im September 2021 wurden in der Schweiz 1543 Asylgesuche eingereicht, 13 weniger als im Vormonat (-0,8 %). Gegenüber September 2020 ist die Zahl der Asylgesuche um 412 gestiegen. Wichtigste Herkunftsländer waren Afghanistan und die Türkei.

Die wichtigsten Herkunftsländer der Personen, die im September ein Asylgesuch in der Schweiz eingereicht haben, sind Afghanistan mit 311 Gesuchen (19 weniger als im August), die Türkei (312 Gesuche; -19), Eritrea (180 Gesuche; -47), Syrien (110 Gesuche; +10) und Algerien (102 Gesuche; +27).

Von den 1543 im September gestellten Gesuchen waren 1107 Primärgesuche (August 2021: 1106 Primärgesuche). Die wichtigsten Herkunftsländer bei den Primärgesuchen im September 2021 waren: Afghanistan (262, -52), die Türkei (216, -40), Algerien (101, +29) sowie Syrien (66, +25), Marokko (52, -4) und Eritrea (41, +3). Personen, welche ein Primärgesuch stellen, tun dies unabhängig von anderen Personen, die bereits um Schutz ersucht haben. Im Gegensatz dazu ist ein Sekundärgesuch die Folge eines bereits registrierten Asylgesuchs (beispielsweise Geburten, Familiennachzüge oder Mehrfachgesuche).

Das Staatssekretariat für Migration SEM erledigte im September 2021 insgesamt 1321 Asylgesuche: Es wurden 309 Nichteintretensentscheide gefällt (davon 239 auf Grundlage des Dublin-Abkommens), 444 Personen erhielten Asyl und 295 wurden im Rahmen der erstinstanzlichen Erledigungen vorläufig aufgenommen. Die Zahl der erstinstanzlich hängigen Fälle nahm im Vergleich zum Vormonat um 288 auf 3878 zu.

Im September haben 204 Personen die Schweiz kontrolliert verlassen oder wurden in ihr Herkunftsland oder einen Drittstaat rückgeführt. Die Schweiz hat bei 439 Personen einen anderen Dublin-Staat um Übernahme angefragt, 85 Personen konnten im selben Zeitraum in den zuständigen Dublin-Staat überführt werden. Gleichzeitig wurde die Schweiz von anderen Dublin-Staaten um Übernahme von 300 Personen ersucht und 29 Personen wurden der Schweiz überstellt.

Resettlement-Programm

Im Rahmen des Resettlement-Programms sind im September 2021 97 Personen in die Schweiz eingereist. Der Bundesrat entscheidet alle zwei Jahre über ein Resettlement-Programm. Für die Jahre 2022 und 2023 hat er beschlossen, insgesamt bis zu 1600 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge aufzunehmen, die sich in einer prekären Lage in Erstaufnahmeländern befinden. Hinzu kommt ein Kontingent von bis zu 300 Flüchtlingen, die wegen der pandemiebedingten Verzögerung nicht im Rahmen des aktuellen Programms 2020/2021 aufgenommen werden können.


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