Asylstatistik November 2018

Bern-Wabern, 11.12.2018 - Im November wurden in der Schweiz 1299 Asylgesuche eingereicht. Dies entspricht einem Rückgang von 10,2 Prozent (–148 Gesuche) gegenüber dem Vormonat und von 10 Prozent (–144 Gesuche) gegenüber November 2017. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn 14 230 Asylgesuche eingereicht, 15,7 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Die Zahl der Anlandungen in Italien blieb im November auf tiefem Niveau (rund 1000 Personen). Gleichzeitig wurden wieder weniger Anlandungen an der griechischen und spanischen Küste verzeichnet.

Das Staatssekretariat für Migration erledigte im November 2270 Asylgesuche in erster Instanz. Dabei wurden 325 Nichteintretensentscheide gefällt (davon 287 auf Grundlage des Dublin-Abkommens), 534 Personen erhielten Asyl und 787 Personen wurden vorläufig aufgenommen. Die Zahl der erstinstanzlich hängigen Fälle ging im Vergleich zum Vormonat um 738 auf 12 414 zurück.

Die wichtigsten Herkunftsländer von Asylsuchenden in der Schweiz waren im November Eritrea mit 184 Gesuchen (70 weniger als im Oktober 2018), Afghanistan (130 Gesuche; +30), Syrien (123 Gesuche; -37), Türkei (94 Gesuche; -51) und Algerien (80 Gesuche; +13).

Im November haben 447 Personen unser Land kontrolliert verlassen. Die Schweiz hat bei 474 Personen einen anderen Dublin-Staat um Übernahme angefragt, 110 Personen konnten in den zuständigen Dublin-Staat überführt werden. Gleichzeitig wurde die Schweiz von anderen Dublin-Staaten um Übernahme von 572 Personen ersucht. 119 Personen wurden der Schweiz überstellt. Seit Jahresbeginn wurden 1666 Personen von der Schweiz in den zuständigen Dublin-Staat transferiert, 1199 Personen wurden der Schweiz überstellt.

Resettlement-Programm

Im Rahmen des Resettlement-Programms des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) sind im November 91 syrische Staatsangehörige angekommen. Die Schweiz nimmt seit 2017 ein Kontingent von 2000 Opfern des Syrienkonflikts auf. Bis Ende November 2018 sind 1528 Personen in die Schweiz eingereist. Das Programm richtet sich an besonders verletzliche Menschen, die sich in Syrien oder in einem der Nachbarländer aufhalten und vom UNHCR den Flüchtlingsstatus erhalten haben.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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