Ein Sitzungsraum im Bundeshaus West trägt fortan den Namen von Carl Lutz

Bern, 12.02.2018 - Im Westflügel des Bundeshauses befindet sich der Drehpunkt der Schweizer Aussenpolitik, die Leitung des EDA. Hier wurde ein Sitzungsraum auf den Namen «Salle Carl Lutz» getauft, zu Ehren des früheren Mitarbeiters des Departements, der vor Ende des Krieges in Budapest dazu beigetragen hat, Zehntausende Juden zu retten. Zu diesem Anlass fand eine Feier statt, die von Bundesrat Ignazio Cassis, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, eröffnet wurde.

Dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten war es ein Anliegen, am 12. Februar 2018, auf den Tag genau 43 Jahre nach dem Tod von Carl Lutz, die vor über 70 Jahren in Budapest durchgeführte kollektive Aktion zu würdigen. Das EDA hat deshalb seinen wichtigsten Sitzungsraum im Bundeshaus West auf den Namen «Salle Carl Lutz» getauft. Hier finden die Treffen von Kadern und Mitarbeitenden des EDA statt, und es werden wichtige aussenpolitische Entscheidungen getroffen.

«Dieser Raum ist allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Departements gewidmet, die wie Carl Lutz, Harald Feller, Gertrud Lutz-Fankhauser, Ernst Vonrufs und Peter Zürcher 1944–1945 in Budapest eine grosse Menschlichkeit bewiesen haben, die uns ein Ansporn sein muss.» Der Text der Gedenktafel im Innern des Sitzungsraums erinnert daran, dass die Werte der Menschlichkeit und des Mutes, von denen sich Lutz und sein Team leiten liessen, eine Inspiration für die Schweizer Diplomatie bleiben müssen.

Die Gedenktafel trägt die Namen von vier weiteren Schweizer Staatsangehörigen, die mit Lutz zusammengearbeitet haben und alle mit dem Titel «Gerechte/r unter den Völkern» ausgezeichnet wurden. Bundesrat Ignazio Cassis hielt bei der Einweihungsfeier in Anwesenheit von Vertreterinnen und Vertretern der Familien Lutz, Feller, Vonrufs und Zürcher eine Rede.

Das EDA unterstützt seit 30 Jahren Aktivitäten (Ausstellungen, Bücher, Erlebnisberichte usw.) zum Gedenken an Carl Lutz und seine Mitarbeitenden. Dieser weitere Akt der Anerkennung erfolgt im Rahmen der Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Schweizer Vorsitz der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), der am 6. März 2018 zu Ende geht. Ziel der IHRA ist es, das Bewusstsein für das Thema Holocaust zu fördern und die Erinnerung an die Opfer durch Gedenkfeiern und -stätten wachzuhalten.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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