Bundesamt für Verkehr erteilt Bewilligung für neuen Albulatunnel

Bern, 12.05.2014 - Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat der Rhätischen Bahn (RhB) die Baubewilligung für den Neubau des Albulatunnels erteilt. Das Projekt beinhaltet den Bau eines neuen, parallel zur bisherigen Anlage verlaufenden Tunnels und die Umnutzung des bestehenden Albulatunnels als Sicherheitsröhre. Mit der Verfügung des BAV ist das Bauvorhaben erstinstanzlich genehmigt.

Der bestehende Albulatunnel war 1903 in Betrieb genommen worden. Nachdem der Tunnel über 100 Jahre seine Zwecke erfüllt hat, zeigten sich bei den letzten Inspektionen diverse Mängel und schwere Schäden an der Bausubstanz. Die RhB will den bisherigen Tunnel deshalb durch einen neuen Tunnel ersetzen, der im Abstand von 30 Metern parallel zur bestehenden Röhre verläuft. Der bestehende Tunnel soll instandgesetzt und als Sicherheits- und Rettungsstollen genutzt werden. Die beiden Tunnelröhren, die je rund 5,86 Kilometer lang sind, werden im Abstand von ca. 450 m durch insgesamt zwölf Querverbindungen verbunden. Die beiden Bahnhöfe Preda und Spinas werden behindertengerecht ausgebaut. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 350 Millionen Franken.
 
Die Plangenehmigung des BAV – diese entspricht einer Baubewilligung im Nicht-Eisenbahn-Bereich – erlaubt es der RhB, eine Anlage zu bauen, die den neusten Normen und Vorschriften entspricht. Die RhB kann damit die Sicherheit auf der weltweit bekannten Albulastrecke weiter erhöhen. Seit 2008 gehört der Albulatunnel als Bestandteil der Strecke Thusis-Tirano zum UNESCO-Welterbe.

Gegen das Projekt waren beim BAV 25 Einsprachen eingegangen. Mit diesen verlangten verschiedene Personen und Institutionen Anpassungen und Änderungen. Für fast alle gestellten Forderungen konnten einvernehmliche Lösungen gefunden werden.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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