Prüfung der Steuerung des Immobilienportfolios
Bern, 02.11.2026 — Die Schweizer Armee braucht Immobilien, um ihren Auftrag in Ausbildung und Einsatz zu erfüllen. Dazu zählen beispielsweise Kasernen, Militärflugplätze und Waffenplätze. Diese werden im Immobilienportfolio von armasuisse Immobilien (ar Immo) erfasst. Dieses wies Ende 2025 einen Neuwert von 28.4 Milliarden Franken aus. 23,9 Milliarden Franken davon befinden sich im Kernbestand und werden dementsprechend längerfristig genutzt. Die aktuelle geopolitische Lage führt zu einer Neuausrichtung der Armee. Dadurch verändert sich auch ihr Immobilienportfolio. Ursprünglich sah das Stationierungskonzept vor, den Kernbestand auf 20 Milliarden Franken zu senken. 2022 erfolgte jedoch eine Kehrtwende hin zu einem Ausbau auf bis zu 30 Milliarden Franken.
Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) prüfte, ob ar Immo ihr Portfolio mit geeigneten Instrumenten steuert und auf Basis adäquater Vorgaben eine wirtschaftliche Projektabwicklung sicherstellt.
Die Prüfung zeigte mehrere, teilweise bereits erkannte Handlungsfelder: unklarer Nutzerbedarf, fehlende Strategie, ungenügende Steuerung, aufgestauter Instandsetzungsbedarf und fehlende Standardisierung. Diese führen dazu, dass ar Immo ihre Aufgaben nur eingeschränkt wahrnehmen kann. Deshalb muss der Immobilienrat grundlegende Richtungsentscheide treffen.