Spitzensportförderung der Armee: 9 Winter-Zeitmilitärstellen neu besetzt
Bern, 07.05.2026 — Im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2030 in den französischen Alpen hat das Kompetenzzentrum Sport der Armee die 9 Stellen für Zeitmilitär-Winter-Spitzensportlerinnen und -spitzensportler neu besetzt.
6 Athletinnen und 3 Athleten wurden neu unter Vertrag genommen und ersetzen die 9 Athletinnen und Athleten, die für den Olympia-Zyklus Milano/Cortina 2026 beschäftigt waren. Die Sportsoldatinnen und Sportsoldaten sind über die nächsten vier Jahre bei der Schweizer Armee zu 50% angestellt und versichert. Damit haben sie eine gesicherte finanzielle Grundlage, um ihre sportliche Karriere voranzutreiben.
Ab dem 1. August 2026 werden folgende Athletinnen und Athleten als Zeitmilitär Spitzensportler/-innen angestellt:
Debora Annen (Bob, Arth (SZ), Diplom OS Milano/Cortina 2026
Anuk Brändli (Ski Alpin/Slalom, Arosa (GR), Vize-Juniorenweltmeisterin 2024
Vinzenz Buff (Skeleton, St. Moritz (GR), Bronze Junioren-WM 2023
Joscha Burkhalter (Biathlon, Lenz (GR), Diplom Staffel OS Milano/Cortina 2026
Marina Kälin (Langlauf, St. Moritz (GR), U23-Weltmeisterin 2024, Diplom Staffel OS Milano/Cortina 2026
Saskja Lack (Ski Freestyle/Skicross, Bichelsee (TG), 7. Rang Gesamtweltcup 2025/2026
Lea Meier (Biathlon, Lenz (GR), Diplom Milano/Cortina 2026
Andrina Salis (Snowboard/Big Air/Slopestyle, Moosseedorf (BE), 6. Rang Weltcup
Pirmin Werner (Ski Freestyle/Aerials, Marthalen (ZH), Silber Team Milano/Cortina 2026, Diplom Einzel Milano/Cortina 2026
Die Auswahl umfasst 9 Athletinnen und Athleten aus 8 verschiedenen Sportarten. Neben dem sportlichen Potenzial und der Karriereplanung spielte die Wirksamkeit eine zentrale Rolle. Als Voraussetzungen müssen die Athletinnen und Athleten eine olympische Sportart ausüben und die Spitzensport-RS absolviert haben. Ziel ist es, dass sie in vier Jahren ein olympisches Diplom oder eine Medaille gewinnen können.
70 Bewerbungen, 17 Personen zu Gesprächen eingeladen
Das Selektionsverfahren erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Swiss Olympic. Das Auswahlgremium bestand aus Anke Gehlhaar (Swiss Olympic), Oberst im Generalstab Marco Mudry, Kommandant des Kompetenzzentrums Sport der Armee, sowie Stabsadjudant Urs Walther, dem Chef der Spitzensportförderung der Armee.
«Die Auswahl war auch für diesen Olympia-Zyklus eine Herausforderung. Es gingen 70 Bewerbungen ein. Daraus haben wir 17 Sportlerinnen und Sportler zu Gesprächen eingeladen.», erklärt Urs Walther, Chef Spitzensportförderung der Armee. «Zeitmilitär-Spitzensportlerinnen und -Spitzensportler haben eine Botschafterrolle. Aber unser zentrales Anliegen ist, dass wir mit dieser Anstellung eine gewisse finanzielle Sicherheit bieten, damit sich der Athlet und die Athletin voll auf den Sport fokussieren kann.» meint Oberst i Gst Marco Mudry.
WK-Gefäss bleibt bedeutendstes Fördergefäss der Spitzensportförderung der Armee
Aktuell stehen insgesamt 18 Zeitmilitär-Spitzensport-Stellen zur Verfügung, aufgeteilt auf Sommer- und Wintersportarten. Das bedeutendste Fördergefäss ist das WK-Gefäss, in dem auch jene Sportsoldatinnen und Sportsoldaten verbleiben, die keine Zeitmilitär-Stelle erhalten haben. Durch Wiederholungskurse werden jährlich fast 1000 Athletinnen und Athleten in 64 Sportarten gefördert. Dies mit bis zu 130 WK-Tagen pro Jahr, die in Zusammenarbeit mit dem Sportverband geleistet werden. Sie ermöglichen den Sportsoldaten Sold, Erwerbsersatz, Versicherung und den kostenlosen Zugang zur Infrastruktur, Verpflegung und Unterkunft des BASPO.