"Osez innover, osez anticiper!" (de,fr)

Berne, 22.08.2022 - Pontresina, 22.08.2022 – Allocution d’ouverture du président de la Confédération et chef du Département fédéral des affaires étrangères (DFAE) Ignazio Cassis lors de la Conférence des ambassadeurs 2022 - Seul le texte prononcé fait foi

Signora Segretaria di Stato, cara Livia
Signor Segretario generale, caro Markus
Signore Ambasciatrici, Signori Ambasciatori
Chers attachés de défense
Cari collaboratori e ospiti
Mesdames et messieurs

«Oser innover»! Unter diesem Motto eröffnete ich die Botschafterkonferenz vom 26. August 2019. Heute, nur drei Jahre später, leben wir nicht mehr in der gleichen Welt. Unterschiedliche Krisen überlagern sich: Pandemie, Krieg, Klima, Sicherheitsrisiken, wankende Existenzgrundlagen. Das erschüttert unsere Gewissheiten von Sicherheit, Freiheit und Unabhängigkeit.

Das Wort «Zeitenwende» macht die Runde. Es trennt in ein Vorher und in ein Nachher.
Zu Recht: Wir befinden uns am Ende eines Zyklus vermeintlicher Stabilität und am Beginn eines Umbruchs, dessen Konturen noch unklar sind.

Klar ist nur, dass sich gleichzeitige Herausforderungen vervielfachen:

•    Die Pandemie hat weltweit zu Verschuldung geführt und diese zu Inflation,
•    ein brutaler Angriffskrieg auf ein souveränes Land hebelt grundlegende Weltregeln aus,
•    die Erpressung mit Gas und Getreide als Kriegswaffe sorgt für Unruhe,
•    in weiten geografischen Gebieten drohen Energie- und Nahrungsmittelkrisen,
•    die europäische Sicherheitsarchitektur steht vor Reformen;

und das, vor dem Hintergrund anderer grosser Themen wie Demografie, Urbanisierung, Migration, geopolitischer Verhärtung, weiteren Kriegsgefahren, Klimawandel, Wirtschaftsblockaden oder Ressourcenknappheit.

Aussenpolitik wird wichtiger!

Was bedeutet das für uns? Es bedeutet, dass Aussenpolitik noch wichtiger wird. Viele Schicksalsfragen können Staaten nur gemeinsam lösen. Wenn die Welt rauer wird, müssen wir unsere Probleme genauer identifizieren.

Wir müssen die richtigen Partner finden. Die innenpolitische Abstützung – kurz die Innenpolitik - wird somit ebenfalls wichtiger.
Unsere Aussenpolitik soll also nicht primär in New York, sondern in der Schweiz geerdet sein.

In der Phase des Umbruchs reicht es nicht mehr, die aktuellen Probleme zu identifizieren. Man muss nach vorne schauen und sich fragen:
Welche neuen Herausforderungen kommen auf uns zu?
Der aktive Ansatz im Umgang mit komplexen Herausforderungen ist ein guter Grund, auf das Motto von 2019 zurückzukommen: oser innover!

Menschen reagieren auf zwei Arten auf Krisen:

  • Sie ziehen sich zurück und hoffen, dass die Krise vorübergeht.
  • Oder sie bündeln die Kräfte und gehen die Probleme frontal an.
  • Oser innover ist ein Rezept für den zweiten Weg.
  • Innovation ist die Einführung von neuen Ansätzen.
  • Innovation heisst, die etablierte Ordnung zu ändern, um neue Dinge auf eine neue Art zu tun.
Wie gesagt, das ist ein Rezept. Aber nicht das einzige. Innovation allein reicht nicht aus, denn diese Mehrfachkrisen schaffen eine Dringlichkeit, die man antizipieren muss.

•    Antizipieren ist der Schlüssel, um nicht überrascht zu werden, um Schlägen auszuweichen, um vorbereitet zu reagieren.
•    Antizipieren heisst erkennen, bewerten, einordnen.
•    Antizipieren geht der Innovation voraus und kanalisiert sie.

Aus diesem Grund habe ich den Titel der Rede von 2019 mit dem vorausschauenden Begriff der Antizipation ergänzt und den Infinitiv durch den Imperativ ersetzt. Mit einem Ausrufezeichen.

«Osez innover, osez anticiper!»
Vier Wörter – eine Handlungsmaxime. Warum sind sie so wichtig? Tausend Wörter gehen im Rauschen unter. Ein Motto hingegen kann uns leiten.

Vielfalt

Hier in diesem Raum sind wir gut 200 Personen. Würde unser Wissen zu einer einzigen «Wissenssumme» zusammenlegt, ergäbe das einen wahren Schatz an Wissen, eine beeindruckende Enzyklopädie.

Naturgemäss wäre dieser Schatz jedoch fragmentiert:
  • Nahe an jeder einzelnen Lebensrealität ist dieses Wissen konkret, relevant und hellwach.
  • Aber mit zunehmender Distanz wird das Wissen abstrakter und weniger verbindlich.
Viele unter uns leben seit Jahren in der Schweiz – wie ich zum Beispiel. Die meisten verbringen ihr Leben im Dienste des Landes seit vielen Jahren in den unterschiedlichsten Winkeln der Welt. Die lokale Kultur – mit ihren Emotionen – prägt.
Die Perspektive ändert sich.

Folglich sehen alle von uns eine bestimmte politische Situation anders. Sie erinnern sich an die Parabel «Die blinden Männer und der Elefant»:

  • Eine Gruppe blinder Männer muss ein seltsames neues Tier beschreiben, das in die Stadt gekommen war – einen Elefanten.
  • Alle untersuchen einen anderen Körperteil: die Stosszähne, die Beine, die Ohren.
  • Ergo beschreiben alle den Elefanten anders.
  • Subjektiv ist jede Beschreibung richtig. Aber objektiv gesehen sind sie unvollständig; was sich jedoch den einzelnen Wahrnehmungen entzieht.
  • Die Realität ist also je nach Sichtweise unterschiedlich.
  • Oder anders gesagt: es gibt verschiedene Wahrheiten. Und vor allem kommt es auf die Gesamtsicht an.
Die Vielfalt der Ansichten ist eine Quelle des Reichtums, wenn wir offen sind, die eigenen Gewissheiten zu hinterfragen.
Die Schweiz als «Land der vereinigten Unterschiede und Sichtweisen» gibt es nur, wenn wir diese Anstrengung auf uns nehmen.
Das ist gemeint, wenn uns die Präambel der Bundesverfassung die Entschlossenheit abverlangt, in gegenseitiger Rücksichtnahme und Achtung unserer Vielfalt in der Einheit zu leben.

Die verschiedenen Aspekte von Vielfalt auch innerhalb des Departements sicherzustellen und zu leben ist uns ein grosses Anliegen.
Es ist mithin die Aufgabe unserer neuen Chefin Chancengleichheit. Sie werden sie heute Nachmittag kennen lernen.


Antizipation

Gerade in einer Zeit der übergreifenden Krisen, in der nichts mehr sicher scheint, sollte unsere Vielfalt dazu dienen, das Ganze zu erkennen, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen und uns vorzubereiten.

Darin liegt das Geheimnis der Antizipation: die Vielfalt als Inspirationsquelle zu begreifen, als ständige Infragestellung unserer Gewissheiten. Deshalb habe ich die Pflege des kritischen Denkens (critical thinking) zum Seminarthema gemacht. Und deshalb bin allen dankbar, die in Szenarien denken und mit Varianten arbeiten.

Geistige Flexibilität

•    erlaubt uns, die Verfassungswerte Freiheit, Recht, Demokratie, Wohlstand, Solidarität und Unabhängigkeit immer neu zu definieren;
•    erlaubt uns, mit der Dynamik der Zeit Schritt zu halten;
•    und erlaubt uns, es aus einer Gesamtsicht zu tun.

«Das Mass der Intelligenz ist die Fähigkeit, sich zu ändern, wenn es nötig ist», sagte Albert Einstein. Und machen Sie sich keine Sorgen, wenn jemand das nicht mag und Sie einen Wendehals nennt. Lernen ist kein Zeichen von Wankelmut, sondern von Intelligenz.

Antizipation ist eine Methode, sich vorzubereiten, keine unfehlbare Prognose. Antizipation bedeutet, Optionen bereitzustellen. Oder mit Benjamin Franklin: «Failing to prepare…is preparing to fail».

Antizipation war auch der Leitgedanke der Klausursitzung, die ich mit den Mitgliedern der Departementsleitung am 4. Mai durchführte. Gemeinsam haben wir erörtert, wie die Arbeitsweise im EDA verändert werden soll, um mehr und besser zu antizipieren. Sicherlich sind Sie von Ihren Vorgesetzten über die notwendigen zu treffenden Massnahmen informiert worden.

In einer Krise müssen Prioritäten gesetzt und die Ressourcen auf diese konzentriert werden. Andere Aufgaben müssen zumindest vorübergehend zurückgestellt werden. Veränderungen sind in jeder grossen Organisation schwierig. Aber ich bitte Sie, es zu tun! Ein paar klare Prioritäten zu setzen, zu unterscheiden zwischen dem «must have» und dem «nice to have». Sie haben während der Covid-Krise bewiesen, dass Sie es können. Tun Sie es wieder! Und tun Sie es gemeinsam mit Ihren Vorgesetzten, damit es eine einheitliche Vorgehensweise gibt.
Dass wir innovieren und antizipieren können, haben wir auch dieses Jahr bewiesen:

Beispiel 1: Konferenz zur Ukraine

Bei der Lugano-Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine stand die Antizipation auf dem Prüfstand.

«Aber wie bitte?», sangen Kritikerinnen und Kritiker im Chor. «Angesichts des Krieges ist es unsinnig, schon von Wiederaufbau zu sprechen!». Nein, war es nicht! Es galt, eben nicht einseitig auf die negativen Stimmen zu hören, sondern auf die Meinungsvielfalt – im Hause und auswärts.
  • Es brauchte Mut, Ungewisses zu wagen.
  • Mut, die ursprünglich anders geplante Konferenz auf neue Ziele auszurichten.
  • Mut, an übermorgen zu denken.
  • Mut, die hierzu erforderlichen Risiken einzugehen.
Das war Arbeit im Team. Daher ist heute der Moment, all jenen zu danken, die mit mir an dieses Projekt geglaubt haben,
  • trotz der Hindernisse,
  • trotz der Kritik,
  • trotz der Herausforderungen, mit denen sich die Ukraine, konfrontiert sah.
Ich möchte auch Präsident Selensky und Premierminister Shmyhal und ihrem gesamten Team dafür danken, dass sie an das Projekt geglaubt und es zusammen mit uns verwirklicht haben. Wir können vor diesem vom Krieg gezeichneten Land nur den Hut ziehen, dass es die Kraft hatte, diese Konferenz mitzuorganisieren.

Exemple 2 : neutralité

La reprise des sanctions contre la Russie a nécessité une réflexion de fond sur la politique de neutralité – comme cela a été le cas lors de précédentes crises sécuritaires.
  • Non pas – comme on l’a souvent entendu – parce que la position de la Suisse n’est plus comprise à l’étranger.
  • Mais parce que cette guerre d’agression montre que dans un environnement international multipolaire se posent des questions fondamentales, voire vitales, qu’un État ne peut pas résoudre à lui tout seul.
  • Parce que même la souveraineté d’une nation sur le sol européen n’est plus intangible.
  • Et parce qu’il y va de la défense de valeurs et de principes fondamentaux du droit international et du droit humanitaire, qui ont aussi une importance existentielle pour nous.
Nous préservons bien sûr le droit de la neutralité dans son intégralité. La Suisse est et reste un pays neutre. Mais une politique de neutralité trop restrictive ne doit pas devenir une entrave dans le contexte géopolitique actuel. Il faut avoir des marges de manœuvre – dans notre propre intérêt et pour pouvoir contribuer au maintien de la paix. C’est ce qui m’a conduit à la notion de « neutralité coopérative ».
  • Le qualificatif « coopérative » est ici plus qu’un adjectif, plus qu’une simple précision.
  • Ce qualificatif traduit une position.
  • Il devient ainsi un jalon de référence pour la politique extérieure et la politique de sécurité.
  • La sécurité, l’éducation, l’économie, l’énergie et d’autres facettes de la politique nécessitent une coopération étroite. Nous risquons sinon de rater le coche.
Bientôt, nous verrons ce que le Conseil fédéral en pense. En tout cas, la discussion souhaitée a été lancée. Et notre rapport sur la neutralité constitue une excellente base pour les décisions à prendre.
Ici aussi, il faut faire preuve d’anticipation !

Exemple 3 : aide humanitaire

L’aide humanitaire d’urgence est toujours une course contre la montre. De telles crises présentent des points communs :
Les besoins d’information sont confrontés au manque d’informations, la sécurité est un grand point d’interrogation. Comment peut-on anticiper une telle situation ?

Il s’agit

•    de collecter et partager les informations,
•    d’évaluer la situation,
•    d’identifier les problèmes,
•    d’élaborer des solutions possibles et
•    de prendre des décisions.

Mais comment concrètement, à l‘exemple de l’Ukraine ?

Priorité numéro 1 : avoir des yeux et des oreilles sur place. Trois jours après le déclenchement de l’offensive russe, l’Aide humanitaire avait déjà envoyé une équipe d’experts du CSA en Pologne. Le premier chargement de matériel de secours est arrivé cinq jours plus tard en Ukraine.
Plus de 5300 tonnes de matériel de secours ont été livrées et plus de 70 membres du CSA sont en mission sur place.

Il Cette mission d’aide humanitaire d’une durée et d’une complexité inédites à étée possible grâce aux facteurs suivants :

•    priorité absolue donnée à la sécurité du personnel,
•    utilisation optimale de nos ressources extérieurs, en particulier du personnel local,
•    analyses de la situation auprès d’organisations partenaires (telles que le CICR),
•    intervention des bonnes personnes au bon endroit, en Pologne et en Moldavie.

Les premières missions de courte durée ont été menées dans l’ouest de l’Ukraine, afin de se faire une idée de la situation, des partenaires présents sur place et des besoins.
Dans un deuxième temps, un bureau humanitaire a été ouvert à Lviv.
La représentation à Kiev ayant été rouverte, des projets à moyen terme sont réalisés. Le principe est de procéder par étapes : regarder vers l’avenir. C’est-à-dire : anticiper.

Beispiel 4: GESDA - Geneva Science and Diplomacy Anticipator

Hier steht das Wort Antizipation sogar im Titel – und der Titel ist Programm! Die GESDA-Stiftung wurde gegründet, um das internationale Genf für das 21. Jahrhundert fit zu machen. Sie antizipiert technologische Herausforderungen und stellt die bestehende Ordnung in Frage. Antizipieren bedeutet hier, Nutzen für die Menschen zu maximieren und gleichzeitig Risiken zu minimieren.
GESDA hat den Auftrag,

•    mit geballter wissenschaftlicher Power,
•    mit diplomatischem Know-how
•    und mit offenem Visier
•    die Zukunft zu nutzen, um die Gegenwart zu gestalten.

Es handelt sich um ein Projekt, das ich bei meinem Eintritt ins EDA vor fast fünf Jahren in seiner Anfangsphase übernommen habe und an das ich sehr glaube.

Die Stiftung hat ihre dreijährige Pilotphase gut überstanden und der Bundesrat hat vor kurzem das Programm um weitere 10 Jahre verlängert.
Ich würde Ihnen gerne mehr darüber erzählen, verzichte an dieser Stelle aber darauf, weil Sie alle am kommenden Freitag von GESDA selber mit auf einen Streifzug durch die Zukunft in 5, 10 und 25 Jahren mitgenommen werden. Eine Zukunft, in der Mensch und Maschine nicht mehr klar zu trennen sein werden.

Beispiel 5: UN-Sicherheitsrat

Das Motto «osez innover, osez anticiper!» wird für uns auch im UNO-Sicherheitsrat aktuell sein, in den die Schweiz am 9. Juni gewählt wurde.
Wir stossen in einer geostrategisch höchst anspruchsvollen Zeit zu diesem wichtigen Gremium. Es gilt: Je rauer die Welt, desto wichtiger ist unsere Aufgabe im Sicherheitsrat.

Ich habe die Spirale erwähnt: Pandemien, Kriege, Klimawandel, Energie-Engpässe, Blockbildungen, Verschuldung und Inflation haben so viele Perspektiven zunichtegemacht.
  • Selbst auf völkerrechtlich vereinbarte Weltregeln ist kein Verlass.
  • Und der für die Lösung übergeordneter Probleme so wichtige Multilateralismus franst vor lauter falsch verstandener Vielfalt aus, wie ein Tintenfleck auf einem Löschpapier.
  • Setzen wir uns für Prioritäten ein. Die UNO muss nicht alles tun, was auch die Staaten könnten.
  • Fokussierter Multilateralismus heisst, dass sich die übergeordnete Ebene wieder vermehrt auf übergeordnete existenzielle Fragen beschränkt.
  • Auf völkerrechtlich vereinbarte Regeln, die universell gelten müssen.
  • Auf die drängendsten geopolitischen Risiken, die unilateral nicht lösbar sind.
Auch hier gilt «osez innover, osez anticiper»!

Exemple 6 : AVIS Review 22

À la suite de l’attaque contre l’Ukraine, j'ai chargé l’état-major de la division Policy Planning d’effectuer une « analyse des lacunes » d’AVIS 2028. Le monde n’étant plus celui de 2018, nous devons nous demander si la teneur du rapport AVIS reste pertinent.
Le processus est en cours, avec une forte participation de tout le DFAE.

Cela nous permettra d’actualiser la base pour lancer le prochain cycle stratégique, avec la nouvelle stratégie de politique extérieure.

Exemple 7 : UE

Enfin, il est impossible de ne pas mentionner le projet, qui nous occupe depuis plus d’une décennie : nos relations avec l’UE.
Le Conseil fédéral a statué en février et en juin sur les objectifs d’une entente avec l’UE et sur la voie à suivre à cet effet. Nous sommes en train de mettre en œuvre ces mandats.

Si, après les succès remportés lors de l’élection au Conseil de sécurité de l’ONU et de la conférence sur la reconstruction de l’Ukraine, nous parvenons à consolider durablement les relations avec l’UE, notre département aura prouvé une fois de plus que l’on peut compter sur notre diplomatie.

Toutefois, le chemin est semé d’embûches et, dans ce dossier clé en particulier, nous devons faire véritable preuve d’innovation. Car les freins ne manquent pas. Le dogmatisme et l’alignement sur les positions passées peuvent empêcher les deux parties d’avancer.

Il faut innover en tirant les leçons des erreurs du passé et anticiper dans un esprit prospectif, en veillant à une bonne préparation en temps voulu aux différents niveaux.

La coopération avec l’UE lors de la crise pandémique et dans le contexte de la guerre en Ukraine est un bon exemple des liens étroits tissés avec l’UE et nos pays voisins.

Je me réjouis d’examiner cette question de manière plus approfondie avec les ambassadeurs concernés lors de la session spéciale.

Fazit

Sehr geehrte Damen und Herren
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Probleme verschwinden nicht von selbst. Wir müssen sie erkennen, neue Wege entwerfen, den Mut haben, uns auf Brennpunkte zu konzentrieren:

•    mit Intelligenz,
•    mit Willenskraft,
•    mit Teamwork.

Depuis mon arrivée à la tête du Département, vous m’entendez parler de l’importance de One-EDA et de l’action commune du «Team Switzerland». Cette notion d’équipe est importante pour moi. Une équipe est celle qui joue ensemble et sous le même drapeau. One-EDA signifie aussi recruter des profils variés, assurer la perméabilité au sein du Département, soigner une identité commune.

Der grosse Wissensschatz, den Sie hier verkörpern, verdient es, voll ausgeschöpft zu werden. Zum Nutzen der Aussenpolitik und zum Wohle der Innenpolitik.

Die Rolle der Schweiz auf der internationalen Bühne muss innenpolitisch verstanden und getragen werden – von den demokratischen Institutionen, von Parlament und Kantonen.
Und von der Öffentlichkeit.

Unsere Aufgabe ist es,

•    uns für das ganze Meinungsspektrum zu interessieren;
•    bei Zielkonflikten das Mögliche mit dem Machbaren zu verbinden;
•    die Vor- und Nachteile kontinuierlich zu erläutern;
•    Gewichtungen und Schlussfolgerungen zu erklären;
•    und so Vertrauen zu schaffen.

Wir gehen oft auf einem schmalen Grat, zwischen Überhängen zur Rechten und zur Linken. Das Gleichgewicht zu halten erfordert Konzentration und Kraft.

Stürze sind ein Teil des Risikos.

Aber unsere Stärke ist, dass wir immer wieder aufstehen können.
Ich verlange es von mir selbst, jeden Tag. Ich erwarte das von Ihnen allen, heute mehr denn je!
Ich danke Ihnen für das, was Sie tun, und ich danke Ihnen noch mehr für das, was Sie inskünftig tun werden: innovativ und vorausschauend sein, mit dem Blick für das Ganze, im Dienst unseres Landes!

In diesem Sinn erkläre ich die Botschafterkonferenz 2022 für eröffnet.


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