Schweiz und China verabschieden Roadmap

Bern, 13.12.2021 - Am 13. Dezember 2021 führte das SECO unter Leitung von Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit, einen tripartiten Dialog mit dem chinesischen Ministerium für Humanressourcen und soziale Sicherheit (MoHRSS) durch. Die tripartiten Delegationen tauschten sich per Videokonferenz aus und unterzeichneten eine Roadmap zur Vertiefung der Zusammenarbeit in Arbeits- und Beschäftigungsfragen und diskutierten die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt. Die Schweiz drückte ihre tiefe Besorgnis über Berichte von Verletzungen der grundlegenden Rechte bei der Arbeit in Xinjiang aus.

Anlässlich des Treffens unterzeichneten Boris Zürcher und der chinesische Generaldirektor Hao Bin eine Roadmap zur Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit in Arbeits- und Beschäftigungsfragen, insbesondere zur Förderung der Sozialpartnerschaft und mehr und besseren Arbeitsplätzen im Rahmen der Digitalisierung der Arbeitswelt und Erholung von der Covid-19 Pandemie. Die Unterzeichnung stellt einen Meilenstein in der langjährigen Zusammenarbeit dar, die auf einer Absichtserklärung von 2011 basiert.

Die Schweiz und China tauschten Erfahrungen im Bereich neuer Arbeitsformen und der wachsenden Nachfrage nach hochqualifizierten Arbeitskräften aufgrund der Digitalisierung der Arbeitswelt aus. Die Schweiz drückte ihre Besorgnis über Berichte von willkürlichen Internierungen und Zwangsarbeit in Xinjiang aus und forderte China dazu auf, die grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit als Mitgliedstaat der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) zu respektieren und die Kernübereinkommen Nr. 29 und 105 der IAO zur Zwangsarbeit zu ratifizieren. Die Vertreter der Schweizer Sozialpartner unterstützten diese Forderung und teilten ihre Bedenken.


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