Dank Freihandelsabkommen werden mehrere Milliarden Franken Zölle gespart

Bern, 11.08.2020 - Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) hat am 11. August 2020 eine umfassende Datenanalyse zur Nutzung von Freihandelsabkommen (FHA) publiziert. Die Studie beegt, in welchem Umfang die FHA der Schweiz von Unternehmen in Anspruch genommen werden, um Zölle zu sparen.

Die Analyse der Nutzung der FHA zeigt, dass Schweizer Importeure und Konsumentinnen und Konsumenten 2018 dank der FHA Zölle in der Höhe von 2,5 Milliarden Franken einsparten. Dies entspricht einer durchschnittlichen Nutzungsrate der FHA von 73% bei den Importen. Bei den Exporten in die FHA-Länder, welche Daten zur Verfügung gestellt haben, lag die Nutzungsrate der FHA im Jahr 2018 bei 80%. Dies entspricht Zollersparnissen von 1,8 Milliarden Franken.

Die Studie «Analyse zur Nutzung von Freihandelsabkommen» geht auf eine Empfehlung der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates (GPK-N) zurück und wurde vom SECO bei der Universität St. Gallen in Auftrag gegeben. Die GPK-N hat eine Untersuchung der Auswirkungen von FHA gefordert.

Dank den FHA konnten Schweizer Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit in in- und ausländischen Märkten verbessern. Als hochentwickelte Volkswirtschaft mit kleinem Binnenmarkt ist die Schweiz stark in internationale Wertschöpfungsketten eingebunden und sowohl im Import als auch im Export auf ausländische Märkte angewiesen. Mit dem Abschluss von FHA strebt die Schweiz einen stabilen und vereinfachten Zugang zu ausländischen Märkten für ihre Wirtschaft an. Derzeit verfügt die Schweiz – neben dem Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union sowie der EFTA-Konvention – über ein Netz von 30 Freihandelsabkommen mit 40 Partnern weltweit.

Aufgrund der vorliegenden Analyse sollen als nächstes mögliche Massnahmen für eine verbesserte Nutzung der FHA geprüft werden. Dies als Teil der laufenden Bestrebungen des Bundesrats, bestmögliche Rahmenbedingungen für die Schweizer Exportwirtschaft zu schaffen, die Kosten des grenzüberschreitenden Handels zu senken und gegen die «Hochpreisinsel Schweiz» anzukämpfen. Teil dieser Strategie ist neben den FHA insbesondere auch die Vorlage zur Aufhebung der Industriezölle, die der Bundesrat am 27.11.2019 zu Handen des Parlaments verabschiedet hat. Falls das Parlament der Massnahme zustimmt, kann mit zusätzlichen positiven gesamtwirtschaftlichen Effekten in der Höhe von rund 860 Millionen Franken gerechnet werden.


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