Luzern unter den 15 erfolgreichsten Destinationen des Alpenraums

Bern, 21.01.2014 - BAKBASEL untersucht regelmässig die Performance von Schweizer Destinationen anhand des Erfolgs-Index «BAK TOPINDEX». Dabei hat sich gezeigt, dass viele Schweizer Destinationen im Alpenraum in den letzten beiden Jahren an Erfolg eingebüsst haben. Die gesamte Schweizer Tourismuswirtschaft hat einige schwierige Jahre hinter sich, in denen sie vor allem durch eine wegbrechende Nachfrage der traditionellen westeuropäischen Herkunftsmärkte aufgrund des anhaltend ungünstigen Wechselkursverhältnisses des Franken zum Euro gebeutelt wurde. Trotzdem waren 2012 einige Schweizer Destinationen überdurchschnittlich erfolgreich. Dies gilt insbesondere für Luzern, welches in der Liste des «BAK TOPINDEX» Rang 5 belegt.

Die Zentralschweizer Destination Luzern positioniert sich 2012 auf dem fünften Rang des «BAK TOPINDEX» bezogen auf das gesamte Tourismusjahr und ist damit die erfolgreichste Schweizer Destination. Luzern konnte die Hotelbetten sehr gut auslasten und hat zudem seine Marktanteile erhöht. Luzern verdankt seine gute Platzierung vor allem der überragenden Performance im Sommer.

Im gesamten Alpenraum ist das Vorarlberger Kleinwalsertal im Tourismusjahr 2012 die erfolgreichste Destination. Das Kleinwalsertal ist ein Dauergast in den vordersten Positionen des «BAK TOPINDEX» und verdankt im Jahr 2012 seinen Spitzenrang der sehr guten Auslastung und den relativen Preisen. Das Kleinwalsertal ist als Destination für Familien sehr gut positioniert und profitiert zudem von der Anbindung zum Skigebiet der deutschen Destination Oberstdorf. Ein weiterer Vorteil dieser Destination besteht darin, dass sie sowohl im Winter als auch in den Sommermonaten erfolgreich ist.

Das Grossarltal, welches in den vorigen Jahren regelmässig die Spitzenposition belegte, folgt 2012 im Ranking auf Platz zwei. Dank einer hohen Auslastung und einer ansprechenden Entwicklung der Übernachtungszahlen ist das Grossarltal im Jahr 2012 wiederum auf den vordersten Rängen zu finden. Die Salzburger Destination profitiert von einer starken Beherbergungsstruktur mit einem hohen Bettenanteil im hochwertigen Segment und vergleichsweise wenigen Zweitwohnungsbetten.

Der «BAK TOPINDEX» wird nicht nur für das Tourismusjahr berechnet, sondern auch für die Winter- und die Sommersaison.

2 Schweizer Destinationen im Sommer in den TOP 15
In der Sommersaison 2012 befinden sich zwei Schweizer Destinationen unter den besten 15. Die Spitzenposition im Sommer nimmt die Schweizer Destination Luzern ein. Sie erreicht eine herausragende Auslastung und kann bei steigenden Logiernächtezahlen einen hohen Ertrag pro Übernachtung erzielen. Gerade vor dem Hintergrund, dass das Jahr 2012 für den Schweizer Tourismus aufgrund des starken Frankens nicht einfach war, ist diese Platzierung sehr erfreulich. Bereits in der Auswertung der Jahre 2007, 2008 und 2010 war Luzern die erfolgreichste Sommerdestination. Luzern verfügt über eine hohe Dichte an Attraktionspunkten und profitiert von der Lage am Vierwaldstättersee. Mit Interlaken befindet sich eine zweite Schweizer Destination in den TOP 15 (Platz 7). Dort zeigt sich eine vergleichsweise gute Auslastung der Hotelkapazitäten. Interlaken profitiert insbesondere von der erfolgversprechenden Kombination «Berge & Seen». Ein Vorteil von sowohl Luzern als auch Interlaken besteht darin, dass beide Destinationen auf dem stark wachsenden asiatischen Markt sehr gut positioniert sind. In Interlaken haben asiatische Gäste im Sommer 2012 rund 30 Prozent der Nachfrage ausgemacht, in Luzern rund 25 Prozent, womit die Gäste aus Asien in beiden Destinationen den Übernachtungsanteil westeuropäischer Gäste übertroffen haben.

Unter den TOP 15 finden sich im Sommer 2 schweizerische, 1 deutsche, 4 italienische und 8 österreichische Destinationen. Die Verteilung über verschiedene Regionen und nationale Teilgebiete des Alpenraumes zeigt auf, dass sich der Erfolg im alpinen Tourismus bei unterschiedlichen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen einstellen kann und dass es nicht alleine auf Quantität, sondern auch auf Qualität ankommt.

Im Winter dominieren die österreichischen Destinationen deutlich das Ranking
Im Winterhalbjahr führt die Destination Lech-Zürs das Ranking an. Auf dem zweiten Platz liegt die Tiroler Destination Serfaus-Fiss-Ladis, gefolgt von Paznaun. Eine Schweizer Destination befindet sich im Winter 2012 nicht unter den besten 15. In der Wintersaison zeigt sich eine sehr deutliche Dominanz der österreichischen Destinationen. Die ersten vierzehn Ränge werden allesamt von österreichischen Destinationen besetzt. Den 15. Platz nimmt die italienische Destination Gröden ein.

Und die Städte-Destinationen?
Beim Städte-Tourismus-Benchmarking werden die fünf grössten Schweizer Städte Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich einem internationalen Vergleich mit den Städte-Destinationen Barcelona, Florenz, Freiburg im Breisgau, Heidelberg, München, Prag, Salzburg, Stuttgart, Verona und Wien unterzogen. Gemäss dem «BAK TOPINDEX» 2012 für Städtedestinationen ist Barcelona die erfolgreichste Stadt im Sample. Genf und Zürich als erfolgreichste Schweizer Städte erreichen den 7. bzw. den 10. Rang.

Tourismus Benchmarking
Im Rahmen des Projekts «Internationales Benchmarking Programm für den Schweizer Tourismus» analysiert BAKBASEL im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO sowie der wichtigsten Schweizer Ferienregionen (BE, GR, TI, VS, VD, ZS) regelmässig die Performance und die Wettbewerbsfähigkeit von rund 150 Destinationen des europäischen Alpenraumes. Das Benchmarking Programm befasst sich aber nicht nur mit den alpinen Destinationen, sondern mit allen für den Schweizer Tourismus wichtigen Tourismusformen. Ziel dieses Programms ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Schweizer Destinationen und Regionen indem Grundlagen für ein «Evidence-Based Decision-Making» geschaffen werden.


Address for enquiries

State Secretariat for Economic Affairs SECO
Holzikofenweg 36
CH-3003 Bern
Tel. +41 58 462 56 56
Fax +41 58 462 56 00



Publisher

State Secretariat for Economic Affairs
http://www.seco.admin.ch

Last modification 03.10.2018

Top of page

https://www.admin.ch/content/gov/en/start/documentation/media-releases.msg-id-51715.html