Baubewilligung für Durchmesserlinie Altstetten –Zürich HB – Oerlikon

Bern, 22.12.2006 - Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat der SBB AG die Plangenehmigung für den Bau der Durchmesserlinie Altstetten – Zürich HB – Oerlikon (DML) erteilt. Damit kann der Kapazitätsengpass im Knoten Zürich dauerhaft beseitigt werden, und Kapazitätserweiterungen für den S-Bahn- und den Fernverkehr Richtung Zürich Nord, Schaffhausen und Ostschweiz werden ermöglicht.

Das Projekt umfasst im Wesentlichen den Bau des unterirdischen Bahnhofs Löwenstrasse mit der neuen Passage Gessnerallee und dem Ausbau der bestehenden Passage Sihlquai sowie den anschliessenden knapp fünf Kilometer langen Weinbergtunnel Richtung Oerlikon. Die 1156 Meter lange Letzigrabenbrücke schafft eine einspurige Fernverkehrsverbindung zwischen der Hardbrücke und der Fernverkehrsdoppelspur im Limmattal.

Das BAV stellte fest, dass dem Projekt mit verschiedenen Auflagen die Plangenehmigung erteilt werden kann. Zudem hat es eine Betriebsbewilligung angeordnet.

Finanzierung

Insgesamt sollen für die Durchmesserlinie rund 1'800 Mio. Fr. investiert werden. Die Finanzierung erfolgt aus unterschiedlichen Quellen: Der S-Bahn Anteil des Projekts wird in einem ersten Schritt durch den vom Zürcher Stimmvolk mit grossem Mehr zugesicherten Kantonsbeitrag und einem ersten Betrag aus dem Infrastrukturfonds des Bundes finanziert. Der Beitrag aus dem Infrastrukturfonds von 400 Mio. Fr. untersteht noch der Referendumsfrist; diese läuft aller Wahrscheinlichkeit nach am 25.Januar 2007 ungenutzt ab. Damit ist der Projektfortschritt vorerst gesichert. Die bereits getätigten Vorinvestitionen im Umfang von rund 120 Millionen Franken wurden grösstenteils aus Mitteln der Leistungsvereinbarung 2003-2006 zwischen Bund und SBB finanziert. Vom Fernverkehrsanteil sollen rund 200 Millionen Franken aus dem FinöV-Fonds im Rahmen der Vorlage über die Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur (ZEB) sowie über eine künftige Leistungsvereinbarung Bund – SBB finanziert werden.

Realisierung

Die Bauzeit für den Abschnitt der Durchmesserlinie von Wiedikon zum Bahnhof Löwenstrasse und bis Oerlikon dauert 7 Jahre. Diese Teilstrecke soll Ende 2013 in Betrieb genommen werden. Die Erstellung der Anbindung von Altstetten erfordert zusätzlich 1 ½ Jahre. Die Inbetriebnahme dieses Abschnitts ist auf Mitte 2015 vorgesehen.

Weiteres Vorgehen

Während der öffentlichen Planauflage des Projekts Durchmesserlinie Altstetten –Zürich HB – Oerlikon gingen rund 60 Einsprachen ein. Im Laufe des Verfahrens konnte mit vielen Einsprechenden eine einvernehmliche Lösung getroffen werden.

Alle Parteien, die Einsprache erhoben haben, erhalten die Baubewilligung zugestellt. Die Rechtsmittelfrist von 30 Tagen beginnt am 2. Januar 2007. Innert dieser Frist kann beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben werden. Bleiben solche aus, wird die Baubewilligung Anfang Februar 2007 rechtskräftig und es kann mit den Arbeiten begonnen werden.


Adresse für Rückfragen

Bundesamt für Verkehr, Public Affairs, 031 322 36 43


Herausgeber

Bundesamt für Verkehr
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Letzte Änderung 20.04.2018

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