Unterzeichnung eines Umschuldungsabkommens mit Honduras

Bern, 09.02.2000 - In Tegucigalpa haben am 8.02.00 in Anwesenheit des honduranischen Präsidenten Carlos Flores der Schweizer Botschafter Christian Hauswirth und die honduranische Finanzministerin Gabriela Nunez ein Umschuldungsabkommen unterzeichnet. Dieses nimmt Bezug auf die Verhandlungen mit dem Pariser Club im April 1999. Infolge der Verwüstungen durch den Wirbelsturm Mitch war beschlossen worden, Honduras 67% seiner Schulden und Schuldzinsen gegenüber den Gläubigern des Pariser Clubs zu erlassen und ein dreijähriges Moratorium auf die Zinszahlungen zu gewähren.

Der grösste Teil der bilateralen Schulden von Honduras gegenüber der Schweiz (63 Millionen Franken) wurde bereits 1993 annulliert. Das gegenwärtige Abkommen betrifft eine Restschuld von 3 Millionen Franken. Eine Swap-Klausel erlaubt es, einen Teil der Schuld (20 %) in Investitionen, Entwicklungs- oder Umweltschutzprojekte umzuwandeln.

Die Unterzeichnung dieses Abkommens erfolgte im Rahmen eines Treffens zwischen Geberländern und Regierung (Konsultativgruppe), das den Wiederaufbau und die Transformation infolge der Naturkatastrophe thematisiert. Zusätzlich zu diesem Umschuldungsabkommen gewährte das seco 1999 zwei Beiträge von insgesamt 15 Millionen Franken zur Begleichung des Schuldendienstes bei multilateralen Finanzinstitutionen. Das erlaubte es der Regierung, vermehrt Budgetmittel für den Wiederaufbau des Landes freizustellen.


Bern, 9. Februar 2000

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Letzte Änderung 20.04.2018

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