Berliner Klimakonferenz: Schweiz warnt vor steigendem Risiko für Frieden und Sicherheit durch die Folgen des Klimawandels

Bern, 11.10.2022 - Die Folgen des Klimawandels können bestehende politische, soziale, ökonomische und ökologische Stressfaktoren verschärfen und damit das Risiko von Unruhen und Konflikten erhöhen. Wie darauf reagiert werden kann, ist Thema der Berliner Konferenz zu Klima und Sicherheit. Patricia Danzi, die die Schweiz an der Konferenz mit dem Titel einer Staatssekretärin vertritt, verwies darauf, dass «Klima und Sicherheit» eine der vier thematischen Prioritäten der Schweiz während ihrem Einsitz im UNO-Sicherheitsrat sein wird.

Dürren, Überschwemmungen, Anstieg des Meeresspiegels: Diese und andere Auswirkungen des Klimawandels bedrohen in zunehmendem Masse den Frieden und die internationale Sicherheit. Denn die Lebensgrundlagen können unsicherer, Menschen aus betroffenen Gebieten vertrieben und der Wettbewerb um natürlich Ressourcen verschärft werden. Der Klimawandel wirkt hier als Risikomultiplikator, dessen Folgen meist die verletzlichsten Bevölkerungsschichten ausgesetzt sind.

«Wenn Klimawandel auf soziale, politische und wirtschaftliche Spannungen trifft und auf bestehende Verletzlichkeiten, bedroht nicht nur die Sicherheit der betroffenen Gemeinschaften. Es bedroht auch langfristige Anstrengungen im humanitären Bereich, für den Frieden und bei der Entwicklungszusammenarbeit», sagte Patricia Danzi, die Direktorin der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) des EDA, an der Klimakonferenz in Berlin. Dabei unterstrich die Schweizer Delegationsleiterin, dass «Klima und Sicherheit» eine der vier thematischen Prioritäten der Schweiz während ihres Einsitzes in den UNO-Sicherheitsrat in den Jahren 2023 und 2024 sein wird. Dies zeige, welche Bedeutung die Schweiz der Bewältigung der Folgen des Klimawandels zumesse.
 
Im UNO-Sicherheitsrat wird die Schweiz die sicherheitspolitischen Auswirkungen des Klimawandels insbesondere im Hinblick auf die menschliche Sicherheit bearbeiten: Schutz der Zivilbevölkerung, Ernährungssicherheit sowie nachhaltiger Frieden. Auf diese Weise wird die Schweiz nicht nur ihr Fachwissen in diesen Bereichen nutzen, sie wird auch Synergien mit ihren anderen Sicherheitsrats-Prioritäten sowie dem internationalen Genf nutzen.

Die Schweiz setzt sich auch über ihre internationale Zusammenarbeit dafür ein, die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerungen gegenüber Klimarisiken zu stärken, insbesondere in fragilen Kontexten.


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