Bundespräsident Cassis trifft in Polen Ministerpräsident Morawiecki und informiert sich vor Ort über die Lage an der Grenze

Bern, 21.03.2022 - Bundespräsident Ignazio Cassis ist am Montag, 21. März 2022, in Warschau mit dem polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki zusammengekommen. Er hat sich mit ihm über die Krise unterhalten, die durch den russischen Angriff auf die Ukraine ausgelöst wurde. Zur Sprache kamen insbesondere die humanitäre Notlage in der Ukraine, die Fluchtbewegungen, die Situation in Polen und die humanitäre Hilfe der Schweiz. Bundespräsident Cassis begab sich anschliessend an die ukrainisch-polnische Grenze in Dorohusk und besuchte Einrichtungen für die Betreuung von Flüchtenden sowie für die humanitäre Hilfe der Schweiz zugunsten der Bevölkerung in der Ukraine.

Im Gespräch mit Ministerpräsident Morawiecki würdigte der Bundespräsident das polnische Engagement zugunsten der Geflüchteten aus der Ukraine. «Die Solidarität der Bevölkerung und Behörden des Landes mit den vom russischen Militärangriff betroffenen Menschen verdient höchste Anerkennung», erklärte Bundespräsident Cassis. Er führte aus, wie die Schweiz ihrerseits mit humanitärer Hilfe und der unbürokratischen Aufnahme von Flüchtenden zur Bewältigung der Krise beiträgt. Zur Sprache kamen auch die von der Schweiz übernommenen Sanktionen gegen Russland und die Sicherheitslage in Europa.

Während das Gespräch schwergewichtig dem Krieg, der humanitären Hilfe und der Flüchtlingskrise gewidmet war, kamen am Rande auch die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Polen zur Sprache. Bundespräsident Cassis betonte, dass sich die Schweiz als Teil einer Wertegemeinschaft versteht und sich Seite an Seite mit der EU für Stabilität, Sicherheit und Wohlstand in Europa engagiert.

Zur Bewältigung der aktuellen Krise hat die Schweiz bislang über 500 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine geliefert sowie je ein Schweizer Expertenteam, bestehend aus Mitgliedern des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) nach Polen und Moldova entsandt. Die Schweizer Delegation besichtigte am Montag Umschlagplätze für Schweizer Hilfsgüter in Lublin und Chełm. An der polnisch-ukrainischen Grenze in Dorohusk liess sich Bundespräsident Cassis von den lokalen Behörden über die Flüchtlingssituation an der Grenze informieren. Zudem tauschte er sich in einer Empfangsstelle in der Stadt Chełm mit Flüchtenden aus.

Weiterreise nach Moldova

Am Dienstag wird Bundespräsident Cassis in der moldawischen Hauptstadt Chișinău mit Präsidentin Maia Sandu zusammenkommen. Es handelt sich um den ersten Besuch eines Schweizer Bundespräsidenten in dem Land. Der Austausch wird in erster Linie der Frage gewidmet sein, wie Moldova die aktuelle Krise bewältigt und wie die Schweiz das Land am besten unterstützen kann. Vorgesehen ist im Programm auch der Besuch eines Flüchtlingszentrums.

Zur Schweizer Delegation, die mit Bundespräsident Cassis nach Polen und Moldova reist, zählen Nationalrat Franz Grüter, Präsident der Aussenpolitischen Kommission (APK-NR), Nationalrätin Edith Graf-Litscher, Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK-NR), Botschafter Manuel Bessler, der Delegierte für humanitäre Hilfe und Chef des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH), sowie Claude Wild, Schweizer Botschafter für die Ukraine und Moldova.


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