Die Schweizer Olympia-Delegation in Peking 2022 besteht aus über 50 Prozent Sportsoldaten

Magglingen, 31.01.2022 - 85 der 167 Schweizer Athletinnen und Athleten an den Olympischen Winterspielen in Peking sind Sportsoldatinnen und Sportsoldaten und wurden von der Spitzensportförderung der Armee für Trainings und Wettkämpfe unterstützt. Die 23 Sportlerinnen und 62 Sportler machen 50,9% der Schweizer Winterdelegation aus. Dieser Anteil ist deutlich höher als bei den Spielen 2018 in PyeongChang (SKor). Insbesondere hat sich auch die Anzahl der Frauen beinahe verdoppelt.

167 Athletinnen und Athleten vertreten die Schweiz an den Olympischen Winterspielen in Peking, die vom 4. bis 20. Februar 2022 ausgetragen werden. Der bisher zweitgrössten Schweizer Winterdelegation gehören 23 Sportlerinnen und 62 Sportler an, die als Zeitmilitär-Spitzensportler oder Sportsoldaten in der Olympia-Vorbereitung mit bis zu 130 Diensttagen für Trainings und Wettkämpfe von der Spitzensportförderung der Armee unterstützt wurden. Die Sportsoldatinnen und Sportsoldaten machen 50,9% des Swiss-Olympic-Teams in Peking aus. Sie leisteten von Mai 2021 bis Januar 2022 insgesamt 6145 Spitzensport-WK Tage, die mit Sold und Erwerbsersatz entschädigt werden.

Den Hauptharst der militarisierten Schweizer Olympia-Teilnehmerinnen und -teilnehmer stellt Swiss-Ski mit 64 Athletinnen und Athleten. Das entspricht 75 Prozent. Das zeigt sich auch in der Anzahl Spitzensport-WK-Tage, die in den Swiss-Ski-Sportarten von Anfang Mai 2021 bis Ende Januar 2022 geleistet wurden: 4927 der total 6145 Diensttage gehen auf das Konto des Schweizer Ski-Dachverbandes, also 80 Prozent.

Steigerung von 12 auf 23 Sportsoldatinnen

An den letzten Olympischen Winterspielen 2018 in PyeongChang bestand das Schweizer Olympia-Team aus 171 Athletinnen und Athleten, davon waren 72 Sportsoldaten (42,1%); in Peking sind es mit den 85 Personen oder 50,9% deutlich mehr. Noch eindrücklicher ist die Steigerung der Anzahl Sportsoldatinnen: Gehörten 2018 der Schweizer Equipe in Südkorea 12 Sportsoldatinnen an (16,7% der Olympia-Armeeangehörigen), so sind es nun in Peking 23 Frauen (27% der Olympia-Armeeangehörigen). Es sind in Peking (23) also beinahe doppelt so viele Sportsoldatinnen dabei wie vor vier Jahren in Pyeongchang (12).

Acht von neun Zeitmilitär-Spitzensportlern dabei

Für Peking qualifizierten sich 8 der 9 aktuellen Winter-Zeitmilitärspitzensportler, die bei der Schweizer Armee ganzjährig zu 50% angestellt sind: Jasmine Flury (Ski alpin), Lena Häcki (Biathlon), Julie Zogg (Snowboard alpin), Jonas Bösiger (Snowboard, Slopstyle), Peter De Cruz (Curling), Jovian Hediger (Langlauf), Livio Wenger (Eisschnelllauf), Ramon Zenhäusern (Ski alpin). Im letzten Herbst aus diesem Fördergefäss ausgeschieden ist der Biathlet Benjamin Weger (2018 Olympia-Diplom), der in Peking bereits zum vierten Mal an Olympischen Spielen dabei ist.

Von den Sportsoldaten, die 2018 in PyeongChang auf dem Podest standen, sind fünf wieder dabei: Die Skifahrerin Michelle Gisin (Gold in der Kombination), der vierfache Olympia-Sieger Dario Cologna (Gold, 15 km frei), Alpin-Snowboarder Nelvin Galmarini (Gold, Paralell-Riesenslalom), Martin Rios (Curling, Mixed-Double) und der Zeitmilitär-Spitzensportler Ramon Zenhäusern (Silber im Slalom).

Erfreulich viele Junge

93 Athletinnen und Athleten (55%) des Schweizer Teams nehmen erstmals an Olympischen Spielen teil. Dazu gehören auch 4 Frauen und 4 Männer, die erst Mitte August 2021 in Magglingen die Spitzensport-RS 1/21 abgeschlossen haben: Noemi Rhyner, Nicole Vallerio (beide Eishockey), Nadja Kälin, Anja Weber (beide Langlauf), Yannick Chabloz (Ski alpin), Valerio Grond (Langlauf) und Dominik Peter (Skispringen). Letzterer und Anja Weber, konnten während der RS in Magglingen nach einer grösseren Verletzung respektive Krankheit auch die Dienste des Magglinger Swiss-Olympia-Medical Centers am Bundesamt für Sport mit dem Arztdienst und der Physiotherapie in Anspruch nehmen.

Spitzensportförderung der Armee: Vergleich PyeongChang 2018 mit Peking 2022

PyeongChang 2018:
• 72 von 171 Athletinnen und Athleten militarisiert, 42,1% Zeitmilitär und Sportsoldaten
• Davon 12 Frauen, 16,7%
• 9 von 10 Winter-Zeitmiltiär-Spitzensportlern

Peking 2022:
• 85 von 167 Athletinnen und Athleten militarisiert, 50,9% Zeitmilitär und Sportsoldaten
• Davon 23 Frauen, 27%
• 8 von 9 Winter-Zeitmilitär-Spitzensportlern dabei


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