«Die erfolgreichsten Spiele einer Schweizer Delegation seit 70 Jahren»

Bern, 18.10.2021 - Ansprache von Frau Bundesrätin Viola Amherd, Chefin des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS, am Olympiaempfang in Magglingen.

Es gilt das gesprochene Wort

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, lieber Guy
Liebe Athletinnen und Athleten
Liebe Trainerinnen und Trainer, Betreuerinnen und Betreuer
Sehr geehrter Herr Direktor
Geschätzte Gäste

Schön, dass Sie heute nach Magglingen gekommen sind. Ausnahmsweise findet dieser Empfang nicht im Bundeshaus statt. Aber es ist gar nicht so schlecht, wenn uns Corona für einmal zum Ausweichen zwingt: Vieles, was in Medaillen oder Diplomen endet, hat auch mit Magglingen zu tun. Ich komme am Schluss darauf zurück.

Noch heute, zwei Monate nach den Olympischen Spielen in Tokio, bekomme ich Hühnerhaut, wenn ich an gewisse Momente zurückdenke. 13 Medaillen, 23 Diplome, die erfolgreichsten Spiele einer Schweizer Delegation seit 70 Jahren – das kann und muss man sich immer wieder auf der Zunge zergehen lassen. Und dann kamen die Athletinnen und Athleten von Swiss Paralympic und holten sich 14 Medaillen und 16 Olympiadiplome! Ich kam schon fast nicht mehr nach mit Gratulieren auf Twitter.  Und glauben Sie mir: meine Botschaften kamen von ganzem Herzen: Ihre Leistungen haben mich bewegt. Ich bin mir sicher, dass ich mit meinen Emotionen nicht alleine war. Ich danke Ihnen im Namen aller, deren Herzen Sie berührt haben mit ihren grossartigen Leistungen.

Liebe Athletinnen und Athletinnen, liebe Staff-Mitglieder Sie haben auf beeindruckende Art und Weise gezeigt, was möglich ist, wenn man bereit ist, fokussiert auf ein Ziel hin zu arbeiten und diesem Ziel anderes – auch Angenehmes – unterzuordnen. Natürlich braucht es auch immer gute Umstände, Gesundheit und etwas Glück. Aber die Basis zu allem ist das, was wir beeinflussen können: die Bereitschaft, Leistung, Mut und Durchhaltevermögen zu zeigen. Das sind Fragen der Haltung. Der Einstellung. Wer Ihnen zugesehen hat, der versteht die Botschaft: Seht her, was möglich ist! Mir ist natürlich bewusst: Man sollte die Vorbildfunktion von Sportlerinnen und Sportlern nicht zu sehr strapazieren.

Das sind junge Menschen, die wie alle anderen auch mal einen Fettnapf erwischen. (Das passiert ja auch den alten). Es gibt im Leben ein Anrecht darauf, Erfahrungen zu machen und daraus zu lernen. Und doch: Es haben Ihnen bei den Spielen auch viele Kinder und Jugendliche zugeschaut. Für diese jungen Menschen sind Sie Vorbilder. Und das dürfen wir nicht unterschätzen.

Vor wenigen Wochen erst haben wir in einer Studie aufgezeigt, dass Schweizer Kinder und Jugendliche mehr Sport treiben als früher. Ich bin mir sicher, dass sie das nicht nur tun, weil man ihnen sagt, wie gesund Sport und Bewegung ist. Ich glaube viel mehr, dass unsere jüngsten Athletinnen und Athleten Ihnen zuschauen. Zu Ihnen hochschauen. Und ich glaube, dass Kinder und Jugendliche vor allem eines haben wollen vom Sport: Freude.

Darum ist es so wichtig, dass Vereine und Schulen gute Angebote haben: Der Spitzensport braucht Nachwuchs, Spitze braucht Breite. Über Ihre Erfolge freue ich mich noch aus einem weiteren Grund: Die Ergebnisse einer anderen Studie haben uns kürzlich gezeigt, dass wir – zusammen mit dem Dachverband Swiss Olympic – mit der Spitzensportförderung in der Schweiz auf einem guten Weg sind.

Das Geld, das wir in das Leistungssportsystem stecken, entfaltet seine gewollte Wirkung:

  • Die Strukturen in den Verbänden werden professioneller, die Löhne von Trainerinnen und Trainern und diejenigen anderer Betreuungspersonen steigen.
  • Immer mehr Athletinnen und Athleten profitieren von den wissenschaftlichen Dienstleistungen und der Infrastruktur in unseren Sportzentren in Magglingen oder Tenero.
  • Immer mehr Sportlerinnen und Sportler durchlaufen das Spitzensportförderprogramm der Armee, dessen Kompetenzzentrum Sport wir ebenfalls hier in Magglingen aufgebaut haben.

Ich bin mir bewusst: Nicht alles, was in Tokio glänzte, hat auch mit der Sportförderung des Bundes zu tun. Aber einiges.
Und Sie dürfen sich sicher sein: Wir werden nicht aufhören mit unseren Anstrengungen.

Liebe Anwesende, mit der Einladung zu diesem Empfang möchten wir Ihnen allen unsere Anerkennung und unseren Dank ausdrücken für Ihre Leistungen an den Olympischen- und Paralympischen Spielen in Tokio. Ob vor, während oder nach den Wettkämpfen: Sie waren schlicht top und haben die Schweiz im bestmöglichen Licht vertreten!

Lassen Sie uns nun anstossen und freuen wir uns gemeinsam auf weitere grosse Taten unserer Schweizer Sportlerinnen und Sportler.

Besten Dank.


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