Genf: Schweiz begrüsst Unterzeichnung einer Erklärung über grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei den senegalesisch-mauretanischen Grundwasservorkommen

Bern, 29.09.2021 - Die für den Wassersektor zuständigen Minister Gambias, Guinea-Bissaus, Mauretaniens und des Senegal haben in Genf eine Erklärung zur Institutionalisierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Bezug auf die senegalesisch-mauretanischen Grundwasservorkommen unterzeichnet. Die Erklärung sieht auch die Aufnahme von Verhandlungen über einen gemeinsamen Mechanismus zur nachhaltigen Nutzung der gemeinsamen Grundwasserressourcen vor, von denen über 15 Millionen Menschen abhängig sind. Die Schweiz fördert über den Geneva Water Hub diese Zusammenarbeit, die auch vom Sekretariat der UNO-Wasserkonvention zum Schutz und zur Nutzung grenzüberschreitender Wasserläufe und Seen und der Europäischen Union unterstützt wird.

Die Erklärung, die die Minister James Furmos Peter Gomez (Gambia), Orlando Mendes Viegas (Guinea-Bissau), Mohamed El Hassen Boukhreiss (Mauretanien) und Sérigne Mbaye Thiam (Senegal) in Genf unterzeichnet haben, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem regionalen Plan für die Wassernutzung, die Verwaltung und den Austausch von wissenschaftlichen Daten sowie für Strategien zur Anpassung an den Klimawandel, für die Grundwasserleiter von zentraler Bedeutung sind. Die Vertreterinnen und Vertreter der Staaten im Gebiet der senegalesisch-mauretanischen Grundwasservorkommen haben seit 2019 eine gemeinsame Vision für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und ein regionales Projekt ausgearbeitet. Die beteiligten Staaten haben die Schweiz und andere Partner gebeten, die mit der Konkretisierung dieses Projekts verbundenen Arbeiten zu unterstützen. Die Schweiz verfügt in diesem Bereich über eine hohe Reputation, die auf ihre langjährige Erfahrung bei der gemeinsamen Bewirtschaftung von Wasserressourcen zurückzuführen ist. Das 1978 unterzeichnete Abkommen zwischen der Schweiz und Frankreich über die grenzüberschreitende Bewirtschaftung der Grundwasserressourcen im Raum Genf gehört zu den weltweit ältesten Verträgen dieser Art.

Wasser als Instrument für Frieden und Sicherheit
Wasserressourcen und ihre Bewirtschaftung bergen häufig Konfliktpotenzial, können aber auch als Treiber für Absprachen zwischen den Ländern im selben Einzugsgebiet genutzt werden. Mit ihrer Wasserdiplomatie will die Schweiz dazu beitragen, den destruktiven Wettbewerb um begrenzte Süsswasserressourcen in eine konstruktive Zusammenarbeit zu verwandeln. Dazu lancierte sie 2010 die «Blue Peace»-Initiative. In diesem Rahmen unterstützt sie den Geneva Water Hub.

Mit ihrem Engagement will die Schweiz dazu beitragen, Differenzen durch gemeinsame Institutionen und rechtliche Rahmenbedingungen friedlich zu lösen. So ermöglicht die Kooperation im Süsswasserbereich Frieden und Sicherheit zwischen den Völkern sowie eine bessere wirtschaftliche und diplomatische Zusammenarbeit.

Im Rahmen der «Blue Peace»-Initiative wird sich die Schweiz weiterhin auch in anderen Regionen wie dem Nahen Osten und Zentralasien engagieren, insbesondere über das 9. Weltwasserforum, das vom 22. bis 26. März 2022 in Dakar stattfindet und dem Thema «Wassersicherheit für Frieden und Entwicklung» gewidmet ist.


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