Bundesrat Ignazio Cassis trifft Tessiner Kantonsregierung und Parlamentarierinnen und Parlamentarier der italienischen Schweiz

Bern, 07.06.2021 - Bundesrat Ignazio Cassis hat am 7. Juni 2021 in Bern den Staatsrat des Kantons Tessin in corpore sowie die Bundesparlamentarierinnen und parlamentarier des Tessins und des italienischsprachigen Teils Graubündens empfangen. Die Vertreterinnen und Vertreter der italienischen Schweiz auf Exekutiv- und Parlamentsebene diskutierten über aktuelle Themen – Bewältigung der Pandemie und Beziehungen zur EU – sowie über Themen, die für die italienischsprachige Gemeinschaft der Schweiz von besonderem Interesse sind.

Bundesrat Ignazio Cassis pflegt mit den Regierungen der Kantone Tessin und Graubünden sowie mit den Vertreterinnen und Vertretern des Kantons Tessin und des italienischsprachigen Teils des Kantons Graubünden in den eidgenössischen Räten einen regelmässigen politischen Dialog. Nach dem letzten gemeinsamen Treffen mit der Tessiner und der Bündner Regierung vom 28. September 2020 in Bellinzona war es dem Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ein Anliegen, die Exekutive des Kantons Tessin zusammen mit den Vertreterinnen und Vertretern der italienischen Schweiz im Bundesparlament zu treffen.

Beim Treffen kamen Themen von gemeinsamem Interesse zur Sprache wie die Förderung der Mehrsprachigkeit im In- und Ausland sowie die vielfältigen Beziehungen zu Italien, insbesondere die Fragen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.
Bundesrat Cassis informierte die Teilnehmenden über die Anstrengungen des EDA zugunsten einer gerechten sprachlichen Vertretung innerhalb der Bundesverwaltung und den bundesnahen Betrieben sowie bei der Förderung der Rechte von Minderheiten in der Schweiz und im Ausland. Bundesrat Ignazio Cassis betonte: «Das Zusammenleben der verschiedenen Sprachgemeinschaften ist ein charakteristisches Merkmal der Schweiz und prägt ihr Image im Ausland wesentlich».

Das EDA und die Regierungen der Kantone Tessin und Graubünden wollen die Idee eines «kleinen Erasmus-Programms», die beim letzten Treffen in Bellinzona vorgeschlagen wurde, weiterverfolgen. Im Verlauf des Jahres soll ein Pilotprojekt lanciert werden, das den Austausch von Mitarbeitenden zwischen den Tessiner und Bündner Kantonsverwaltungen einerseits und dem EDA in Bern andererseits vorsieht. Dieser Austausch zwischen den Sprachen und Kulturen soll auf beiden Verwaltungsstufen einen Mehrwert generieren.

Am Treffen wurde auch über die Bewältigung der Covid-19-Pandemie und namentlich über den Öffnungsplan des Bundesrates sowie die allmählichen Lockerungen bei der internationalen Reisefreiheit gesprochen. Schliesslich wurde auch über die jüngsten Entwicklungen in der Europapolitik gesprochen. Der EDA-Vorsteher bekräftigte die Absicht des Bundesrates, die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union in den verschiedenen Bereichen der bilateralen Abkommen fortzuführen.

Der Tessiner Regierungspräsident Manuele Bertoli, der auch Präsident des «Forum zur Verteidigung der italienischen Sprache in der Schweiz» ist, betonte, «dass diese Treffen und die daraus resultierenden Projekte voll und ganz den Zielen des Forums entsprechen». Für Nationalrat Rocco Cattaneo, Präsident der Tessiner Deputation in den eidgenössischen Räten, ermöglichte das Treffen eine Diskussion über die Art der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Mandatsträgerinnen und -trägern der italienischsprachigen Schweiz: «Wenn wir geschlossener und harmonischer agieren, können wir konkrete Ergebnisse für unsere Region und unsere Kultur erreichen.»


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