Digitalisierung des geologischen Untergrunds: Bundesrat heisst Aktionsplan gut

Bern, 12.05.2021 - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Mai 2021 den Aktionsplan «Digitalisierung des geologischen Untergrunds – Umfeld, Herausforderungen und Massnahmen» gutgeheissen. Er hat das VBS ermächtigt, die Massnahmen aus dem Aktionsplan in Zusammenarbeit mit den Kantonen unter Leitung von swisstopo innerhalb der nächsten 8 Jahre umzusetzen.

Der Untergrund wird zunehmend genutzt. Dabei ist eine gute Planung – analog zur Oberfläche – ein zentrales Element für eine geordnete und nachhaltige Nutzung. Voraussetzung dafür sind einfach zugängliche und einheitlich beschriebene Grundlagedaten. In diesem Sinne hat der Aktionsplan «Digitalisierung des geologischen Untergrunds – Umfeld, Herausforderungen und Massnahmen» zum Ziel, die aktuellen und zukünftigen Investitionen im Untergrund langfristig zu sichern, dies im Sinn der Motion 19.4059 des damaligen Nationarats Karl Vogler aus dem Jahr 2019. Dies soll durch die Bereitstellung von digitalen, flächendeckenden und harmonisierten geologischen Daten erfolgen. Der Aktionsplan reiht sich in die vom Bundesrat verabschiedeten Strategien «Digitale Schweiz» und «Geoinformation Schweiz» ein.

Einsparung von Kosten dank Mehrfachnutzung von Daten

Bei der Umsetzung des Aktionsplans und seiner Massnahmen werden Bund und Kantone eng mit der Privatwirtschaft und den Hochschulen zusammenarbeiten. Der volkswirtschaft¬liche Nutzen des Aktionsplans ist weitreichend und kommt allen Akteuren zu Gute. Das Marktvolumen der Untergrundnutzung beläuft sich jährlich auf rund 14 Milliarde Franken; davon entfallen rund 2.5 Prozent auf geologische Untersuchungen. Die Mehrfachnutzung bereits aufbereiteter geologischer Daten senkt die Projektkosten. Die Nutzung von Standards führt zu Kosteneinsparungen bei Erhebung und Aufarbeitung zukünftig produzierter geologischer Daten und unterstützt die Behörden bei der Ausführung ihrer hoheitlichen Aufgaben.

Die Kosten für die Realisierung des Aktionsplans belaufen sich zwischen 2022 und 2029 insgesamt auf 41 Millionen Franken. Die Finanzierung unterliegt den finanzpolitischen Beschlüssen. Der Aufwand für die Kantone beschränkt sich auf die einmalige Bereitstellung und das Scannen ihrer Archivdaten.

Mit dem Aktionsplan setzt der Bundesrat die Motion 19.4059 «Erfolgreiche Investitionen im Untergrund mit Digitalisierung» aus dem Jahr 2019 um. Diese ist vom Parlament in der Sondersession Anfang Mai 2021 überwiesen worden. Die Arbeiten am Aktionsplan waren bereits früher aufgenommen worden, nachdem der Nationalrat schon im Juni 2020 ein erstes Mal zugestimmt hatte und auch bei den folgenden Diskussionen in den Kommissionen Zustimmung erfolgt war.


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