Klimakonferenz in Neu-Delhi: Vorbereitungen zur Inkraftsetzung des Kyoto-Protokolls

Bern, 21.10.2002 - Die 189 Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen treten vom kommenden Mittwoch bis zum 1. November in Neu-Delhi zur 8. Klimakonferenz zusammen. Ziel dieser Zusammenkunft, an der auch eine Schweizer Delegation teilnimmt, ist es, die technischen Einzelheiten für das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls abschliessend festzulegen. Die Staaten werden auch eine politische Erklärung verabschieden, in der sie ihr Engagement für eine Fortsetzung des Kampfes gegen die Klimaänderungen bekräftigen.

Die Vertragsstaaten werden die Ausarbeitung der technischen Details für die Erstellung der Treibhausgas-Inventare zu Ende führen, zu welcher die Industrieländer verpflichtet sind. Dabei geht es insbesondere um die Sicherstellung einer konsequenten und harmonisierten Führung der Inventare. Davon betroffen sind auch die im Kyoto-Protokoll aufgeführten Kohlenstoffsenken.

Die Schweizer Delegation wird von Beat Nobs angeführt. Als Sprecherin der «Environmental Integrity Group», zu der auch Südkorea, Mexiko, Liechtenstein und Monaco zählen, nimmt die Schweiz aktiv an den Verhandlungsentscheiden teil.

Zu den Industrieländern, die das Kyoto-Protokoll bereits ratifiziert haben, gehören neben den EU-Staaten auch Japan, Norwegen, Island, Tschechien, Slowakei, Rumänien und Lettland. In der Schweiz wird das Parlament in der Wintersession über eine Ratifikation befinden. Weitere Industrieländer wie Neuseeland, Kanada und Russland haben ebenfalls die Absicht geäussert, das Protokoll demnächst zu unterzeichnen. Dieses tritt in Kraft, sobald es von 55 Staaten ratifiziert worden ist, darunter Industrieländer, welche 1990 mindestens 55 Prozent der Kohlendioxid-Emissionen der Industriestaaten auf sich vereinten.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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