IZA: Mehr Wirkung in der Kooperation mit dem Privatsektor

Bern, 28.01.2021 - Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) konkretisiert ihre Grundsätze für die Kooperation mit dem Privatsektor. Zwei neue Dokumente legen die vier wichtigsten Handlungsfelder für die kommenden Jahre fest. Diese stehen im Einklang mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und der Strategie zur internationalen Zusammenarbeit der Schweiz (IZA).

Im Rahmen ihrer Strategie der internationalen Zusammenarbeit (IZA) 2021–2024 planen das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) die bestehende Kooperation mit dem Privatsektor auszubauen und dessen Potenzial zukünftig noch besser in die Dienste der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz zu stellen.

Privatsektor: wichtige Rolle im Kampf gegen Armut
Die Bekämpfung der weltweiten Armut ist eines der 17 Entwicklungsziele der UNO und zentrales Ziel der Schweizer IZA. Um dieses zu erreichen, spielt auch der Privatsektor eine entscheidende Rolle, werden in Entwicklungsländer doch neun von zehn Arbeitsplätze durch den Privatsektor geschaffen. Einerseits eröffnen Arbeitsplätze Perspektiven für die Menschen vor Ort und tragen dazu bei, Armut in den betroffenen Ländern zu bekämpfen. Andererseits können verantwortungsvolle Unternehmen durch innovative und nachhaltige Produkte die Lebensumstände der Bevölkerung nachhaltig verbessern, beispielsweise mittels Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien oder dank neuer Medikamente im Kampf gegen tödliche Krankheiten.

DEZA: Handbuch und Leitbild definieren Handlungsfelder
Zur Konkretisierung ihrer Ausrichtung in der Arbeit zum Thema Privatsektor hat die DEZA ein Leitbild und ein Handbuch erarbeitet. Dabei stehen bei der Kooperation mit dem Privatsektor die folgenden vier Handlungsfelder im Fokus:

• Verbesserung von wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und internationalen Standards für mehr Nachhaltigkeit
• Förderung lokaler Unternehmen in den Schwerpunktländern der DEZA
• Zusammenarbeit mit etablierten Akteuren des Privatsektors zur Erreichung der Entwicklungsziele
• Förderung der Nachhaltigkeit im öffentlichen Beschaffungswesen

Wie bis anhin stellt die DEZA auch zukünftig klare Bedingungen an öffentlich-private Partnerschaften und achtet auf die Einhaltung ökologischer sowie von Sozial- und Gouvernanz-Standards. Zudem kommt der Risikoanalyse im Handbuch eine zentrale Bedeutung zu.

Für eine wirksame Kooperation mit dem Privatsektor ist zudem eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen öffentlichen Institutionen wichtig. Die DEZA arbeitet daher eng mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), der Abteilung Frieden und Menschenrechte des EDA, der Eidgenössischen Finanzverwaltung, dem Swiss Investment Fund for Emerging Markets (SIFEM) und dem Staatssekretariat für internationale Finanzfragen zusammen.


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