Das Bild der Schweiz im Ausland 2020

Bern, 21.12.2020 - Die Schweiz stand 2020 weniger im Fokus der ausländischen Medien als im Vorjahr. Die Berichterstattung war von weniger Themen geprägt. Im Fokus standen insbesondere der Umgang der Schweiz mit der Covid-19-Pandemie und die Diskussionen rund um die Bundesanwaltschaft. Bei der breiten Bevölkerung geniesst die Schweiz weiterhin ein hohes Ansehen. Im Nation Brands Index (NBI), der das Image von 50 Ländern miteinander vergleicht, belegte die Schweiz den sehr guten 7. Rang. Traditionsgemäss machten sich ausländische Filme und Serien auch dieses Jahr die «Marke» Schweiz zunutze.

Gemäss der Analyse von Präsenz Schweiz im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), wurde die Schweiz im Jahr 2020 in den ausländischen Medien deutlich weniger als in den Vorjahren thematisiert. Der Fokus lag auf der Covid-19-Pandemie. Dabei war das von der Schweiz vermittelte Bild starken Schwankungen unterworfen. Während der ersten Welle beurteilten ausländische Medien den Umgang der Schweiz mit der Pandemie überwiegend positiv. Insbesondere die Massnahmen zur Unterstützung der Schweizer Wirtschaft und die effiziente Umsetzung bei der Vergabe der Liquiditätskredite an Schweizer Unternehmen wurden gelobt. Während der zweiten Welle berichteten vor allem die Nachbarländer über die Schweiz und äusserten sich kritisch über die aus ihrer Sicht als zu moderat eingeschätzten Massnahmen, unter anderem die Öffnung der Skigebiete.

Neben der Covid-19-Pandemie berichteten die ausländische Medien oft kritisch über Ereignisse rund um die Bundesanwaltschaft. Im Zentrum standen dabei Fälle mit Bezug zum internationalen Fussball sowie der Rücktritt von Bundesanwalt Michael Lauber.

Am meisten punktuelle Medienresonanz erzeugte wie bereits in vergangenen Jahren die Tagung des World Economic Forum (WEF) in Davos. Wiederkehrende Themen waren der Finanzplatz Schweiz sowie verschiedene Volksabstimmungen, insbesondere zur Begrenzungsinitiative sowie zur Konzernverantwortungsinitiative. Auch Einzelereignisse, wie beispielsweise die Affäre um die Cryptoleaks, erhielten Aufmerksamkeit.

Gemäss einer langjährigen Tradition fand die Schweiz auch in diesjährigen Filmproduktionen und Serien Niederschlag, vor allem als Sehnsuchtsort mit schönen Landschaften und Bergen. So zum Beispiel in der südkoreanischen TV-Serie «Crash landing on you» oder dem auf Ende Jahr erwarteten, aufwändig produzierten indischen Kinofilm «Switzerland».

Grundsätzlich bleibt die Wahrnehmung der Schweiz bei der breiten Bevölkerung im Ausland vorerst positiv und stabil. Mit dem 7. von 50 möglichen Rängen ist sie im Nation Brands Index 2020 – einem Imagevergleich zwischen 50 Ländern – der bestklassierte Staat mittlerer Grösse. Vor allem die Regierungsführung und die Lebensqualität der Schweiz geniessen einen ausgezeichneten Ruf.

«Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch keine abschliessende Bilanz zu den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das Image der Schweiz gezogen werden. Diese dürfte auch davon beeinflusst werden, wie gut es der Schweiz in der Aussenwahrnehmung letzten Endes gelingen wird, die Krise auf gesundheitlicher, ökonomischer und sozialer Ebene zu bewältigen», meint Botschafter Nicolas Bideau, Chef von Präsenz Schweiz.


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