Klimaschutz: Bundesrat genehmigt Abkommen zwischen der Schweiz und Ghana

Bern, 18.11.2020 - An seiner Sitzung vom 18. November 2020 hat der Bundesrat ein Abkommen zwischen der Schweiz und Ghana genehmigt. Es schafft die Rahmenbedingungen, damit die Schweiz CO2-Emissionen über Klimaschutz-Projekte in dem westafrikanischen Staat kompensieren kann. Ein ähnliches Abkommen hat die Schweiz am 20. Oktober 2020 mit Peru abgeschlossen.

Die Schweiz hat sich im Rahmen des Pariser Klimaübereinkommens verpflichtet, bis 2030 ihren Treibhausgasausstoss gegenüber dem Stand von 1990 zu halbieren. Dieses Ziel will die Schweiz vor allem mit Massnahmen im Inland erreichen. Das Übereinkommen von Paris erlaubt es den Staaten aber auch, ihre Emissionen durch Klimaprojekte im Ausland zu kompensieren. Die dort erzielten Emissionsverminderungen können sie an ihr nationales Reduktionsziel anrechnen.

Am 20. Oktober 2020 hat die Schweiz den weltweit ersten Vertrag dieser Art mit Peru unterzeichnet. Das Abkommen zwischen der Schweiz und Ghana, das der Bundesrat in seiner Sitzung vom 18. November 2020 genehmigt hat, ist das zweite.

Mit diesem Abkommen schafft die Schweiz einen Standard für internationale Klimaprojekte, welche strenge Auflagen für den Umweltschutz erfüllen und auch internationale Normen für den Schutz der Menschenrechte respektieren. Zudem verpflichtet das Abkommen beide Vertragsparteien zur Anwendung einer Methode, welche die doppelte Zählung von Emissionsverminderungen verhindert. Die Einhaltung der festgelegten Kriterien wird über die Dauer der Klimaprojekte laufend überprüft.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und und ein Vertreter der ghanaischen Regierung werden das Abkommen in den nächsten Tagen im Rahmen einer Videokonferenz unterzeichnen.


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