Konsumentenstimmung erholt sich nicht weiter

Bern, 05.11.2020 - Die Konsumentenstimmung in der Schweiz stagniert seit dem Sommer im Wesentlichen. Sämtliche Teilindizes, die in die Berechnung einfliessen, liegen weiterhin unter dem langfristigen Mittelwert. Keiner hat sich gegenüber der Sommerumfrage signifikant verbessert. Die Entwicklung der Wirtschaft und die Lage am Arbeitsmarkt werden als ungünstig wahrgenommen.

Der Index der Konsumentenstimmung liegt im Oktober bei −13 Punkten und damit fast auf dem Niveau von vergangenem Juli (−12 Punkte). Die Stimmung bleibt eingetrübt. Der langfristige Mittelwert von −5 Punkten wird klar unterschritten.

Die Erwartungen für die allgemeine Wirtschaftsentwicklung haben sich gegenüber Juli kaum verbessert. Der entsprechende Teilindex liegt bei −14 Punkten, was auf eine unterdurchschnittliche Konjunkturdynamik hindeutet. Spürbar negativer als in der letzten Umfrage beurteilten die befragten Konsumentinnen und Konsumenten die Wirtschaftsentwicklung in den vergangenen zwölf Monaten (−94 Punkte).

Die Lage am Arbeitsmarkt wird als sehr ungünstig eingeschätzt. Der Index zur erwarteten Arbeitslosigkeit (112 Punkte) verharrt nahe den historischen Niveaus, die in der Finanz- und Wirtschaftskrise erreicht wurden. Zudem wird die Sicherheit der Arbeitsplätze (−122 Punkte) zum dritten Mal in Folge negativer beurteilt als in der vorangegangenen Erhebung.

Bezüglich ihrer eigenen Budgetsituation äusserten sich die Befragten tendenziell negativer als im Sommer. Während die Erwartungen für die eigene finanzielle Lage (−7 Punkte) im Wesentlichen stagnierten, ging der Index zur finanziellen Lage in den vergangenen zwölf Monaten (−15 Punkte) leicht zurück. Beide Indizes liegen deutlich unter ihrem langfristigen Mittelwert.

Dementsprechend bleibt die Neigung zu grösseren Anschaffungen klar unterdurchschnittlich: Der entsprechende Teilindex liegt bei −16 Punkten. Ein wichtiger Grund dafür dürfte die grosse Unsicherheit sein.


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