Repère Pierre du Niton: Wie in Genf vor 200 Jahren die Höhenmessung der Schweiz begann

Wabern, 24.09.2020 - Anlässlich des Jubiläums 200 Jahre Repère Pierre du Niton in Genf zeigen das Bundesamt für Landestopografie swisstopo und das Departement für Raumplanung und Umwelt von Republik und Kanton Genf die Geschichte und die aktuellen Herausforderungen der Höhenmessung in der Schweiz und weltweit.

Im 19. Jahrhundert wurde der Referenzpunkt des schweizerischen Höhensystems auf der Höhe der Pierres du Niton im Seebecken von Genf definiert. Seine Höhe basiert auf Messungen, die sich auf den Meeresspiegel im Mittelmeer bei Marseille beziehen. Von diesem Referenzpunkt aus wurden alle anderen Höhenpunkte in der Schweiz vermessen und in die Landeskarten eingetragen.

Wie wird die Höhe gemessen?

Das Jubiläum 200 Jahre Repère du Niton ist mehr als eine Gedenkfeier. Es bietet eine Gelegenheit, einer breiteren Öffentlichkeit die Bedeutung der Festlegung internationaler technischer Standards sowie aktueller und vergangener Vermessungsmethoden bewusst zu machen. Es soll auch die sich verändernden Rollen der Bundes- und Kantonsbehörden zeigen bei der Bereitstellung und Sicherstellung der Genauigkeit von Höhenmessungen.

Acht Berggipfel, um alle Regionen des Landes einzubeziehen

Der von swisstopo und dem Kanton Genf entwickelte schweizweite Kommunikationsansatz ist auf Französisch, Deutsch, Italienisch und Englisch verfügbar und zeigt auf der Website 373m6.ge.ch das Thema in Text, Videos und aktuellen Informationen.

Zur Erinnerung an die Messmethode, auf der auch die Schweizer Landeskarten basieren, werden acht Gipfel in den Alpen und im Jura im Vergleich zu den 373,6 m des Repère Pierre du Niton gemessen: Matterhorn (373,6m + 4105,4m), Eiger (373,6m + 3594,4m), Titlis (373,6m + 2864,4m), Piz Lunghin (373,6m + 2407,4m), Säntis (373,6m + 2129,4m), Moléson (373,6m + 1629,4m), Monte Generoso (373,6m + 1328,4m) und Chasseral (373,6m + 1234,4m).

In ähnlicher Weise informiert eine neue Informationstafel im Seebecken von Genf Besucher und Touristen über die Bedeutung der Niton-Steine.

Für Schulen, Wanderer und Neugierige aller Art ...

Ausgehend von den historischen Fakten, die auch zwei Jahrhunderte später noch von grossem Interesse sind, wenden sich swisstopo und der Kanton Genf an alle, die sich für Geografie interessieren und Karten oder andere Höhenmessgeräte verwenden - Schulen, Wanderer, Sportler oder Piloten von Fluggeräten - und ganz allgemein an alle, die neugierig auf die Techniken und Technologien sind, die ihren Alltag begleiten.

Der dynamische Ansatz der beiden Partnerinstitutionen wird später durch weitere Informationen und Wissenswertes bereichert werden.


Adresse für Rückfragen

Vincent Lusser
Untergeneralsekretär
Departement für Raumplanung und Umwelt
Republik und Kanton Genf
+41 76 318 30 64
vincent.lusser@etat.ge.ch

Ruedi Bösch
Kommunikation swisstopo
+41 58 469 01 27
ruedi.boesch@swisstopo.ch



Herausgeber

swisstopo – Bundesamt für Landestopografie
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Generalsekretariat VBS
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