Neue Podcast-Reihe «Wir sind hier». 50 Jahre Schweizer Migrationshintergrund – Begegnungen in neun Stationen

Bern, 30.04.2020 - Anlässlich ihres 50-jährigen Jubiläums wagt die Eidgenössische Migrationskommission EKM mit der Podcast-Reihe «Wir sind hier» eine Standortbestimmung der Migrationsgesellschaft Schweiz. «Wir sind hier» lässt den Schweizer Migrationshintergrund für einmal in den Vordergrund treten. In neun Begegnungen diskutieren Betroffene von damals und heute zusammen mit Fachpersonen Zäsuren der Schweizer Migrationsgeschichte von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart, greifen regionale Brennpunkte auf und werfen einen Blick in die Zukunft.

Seit einem halben Jahrhundert steht die EKM als Beratungs- und Reflexionsinstanz mitten im schweizerischen migrationspolitischen Geschehen. Mit der Podcast-Reihe «Wir sind hier» geht die EKM den Fragen nach, welchen Weg die Schweiz seit der Gründung der EKM unter dem damaligen Namen «Eidgenössische Konsultativkommission für das Ausländerproblem» in den vergangen 50 Jahren zurückgelegt hat, wer die Migrationsgesellschaft Schweiz ist und wohin uns die Zukunft führt. In den neun Gesprächen werden zudem stereotype Wahrnehmungen, Bilder und Diskurse von Zugewanderten und der Aufnahmegesellschaft besprochen und neu zur Debatte gestellt.   

Gestartet wird heute mit der Episode «Nur zeitweise erwünscht»: Die 1970er Jahre – Gastarbeiter, Überfremdungsinitiativen und der Widertand dagegen. In der Begegnung zwischen der Fotografin Catia Porri, die sich als Kind im Schrank verstecken musste, Armindo Alves, dem Präsidenten des Lusitanischen Vereins Zürich, und der Historikerin Francesca Falk werden Themen wie das Schicksal von Schrankkindern, den Saisonniers als Konjunkturpuffer diskutiert und aufgezeigt, warum Migration immer auch innovativ wirkt.

Veröffentlicht wird heute auch die zweite Episode «Plötzlich die ganze Welt»: Die 1980er Jahre – Asylsuchende aus aussereuropäischen Staaten: Tamilen und kurdische Türken. Gemeinsam mit der Journalistin Tama Vakeesaan, mit Haşim Sançar, dem Mitbegründer des Kompetenzzentrums für Folteropfer, und mit dem Migrationsforscher Jonathan Pärli wird vertieft, wie mit der Zuwanderung von vertriebenen Menschen von ausserhalb Europas das Thema «Asyl» auf die Agenda der Schweizer Politik gesetzt wurde.

Jeden zweiten Donnerstag im Monat folgen weitere Episoden, insgesamt sechs Episoden auf Deutsch, zwei auf Französisch und eine auf Italienisch.


Adresse für Rückfragen

Sibylle Siegwart, Eidgenössische Migrationskommission, T +41 58 465 85 02



Herausgeber

Eidgenössische Migrationskommission
http://www.ekm.admin.ch

https://www.admin.ch/content/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-78959.html