Die DEZA unterstützt den weltweiten Kampf gegen die COVID-19-Krise

Bern, 09.04.2020 - Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) beteiligt sich finanziell und mit Hilfsgütern bei der Bewältigung der weltweiten COVID-19-Krise. Dazu passt sie bestehende Programme im Umfang von 56 Mio. Franken an. Weiter hat die DEZA bereits 18 Mio. Franken an internationale Organisationen überwiesen. Die Hilfsgüterlieferungen in betroffene Staaten setzt sie fort. So hat die DEZA am 8. April 2020 Schutzanzüge an Italien gesendet.

In der aktuellen Krise steht die Schweiz für grenzübergreifende Solidarität ein und strebt eine verstärkte Zusammenarbeit mit anderen betroffenen Ländern und internationalen Organisationen  an. Dies hat Bundesrat Ignazio Cassis vergangene Woche angekündigt.

Erste Hilfsgüterlieferung nach Italien

Das EDA hat gestern erstmals Hilfsgüter nach Italien geschickt. 10'000 Schutzanzüge im Wert von 100'000 Franken wurden am 9. April 2020 dem italienischen Zivilschutz übergeben. Hilfsgüter wurden zuvor nach China und nach Nepal, sowie nach Serbien geliefert. Weitere Hilfsleistungen sind in Umsetzung (Griechenland) oder geplant (zweite Lieferung für Italien). Alle Lieferungen werden mit dem BAG, dem BWL und dem SECO geprüft, um die Vereinbarkeit mit den Massnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Krise und mit der Verfügbarkeit der Güter in der Schweiz sicherzustellen.

18 Millionen Franken für internationale Organisationen

Die DEZA verfolgt den Verlauf der COVID-19-Krise in engem Austausch mit Schweizer Auslandvertretungen und ihren Partnerorganisationen im In- und Ausland. Sie unterstützt über bestehende Budgets mit insgesamt 18 Millionen Franken gezielt Organisationen, welche COVID-19 und seine Auswirkungen international bekämpfen, Gesundheitssysteme in betroffenen Ländern unterstützen und humanitäre Hilfe leisten. Es handelt sich dabei unter anderem um Beiträge an UNO-Organisationen (WHO), an die Rotkreuz-/Rothalbmond-Bewegung (inkl. IKRK) sowie an die Weltbank und den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten.

Anpassungen der DEZA-Programme im Umfang von 56 Millionen Franken

Die DEZA passt ihre Programme an, um auf die COVID-19 Krise zu reagieren. Sie kann sich dabei auf ein  Netzwerk von Partnerschaften in ihren Partnerländern und die enge Zusammenarbeit mit Schweizer und internationalen NGO abstützen. Geplant sind Anpassungen bei den Globalprogrammen und auf Länderebene, zum Beispiel in Burkina Faso, Tansania, Bolivien, Honduras, Afghanistan, der Mongolei, Moldawien und Kosovo. In den nächsten drei Monaten werden auf diese Weise rund 56 Millionen Franken umprogrammiert.

Im Fokus stehen die Stärkung der Einkommens- und Lebensgrundlagen von bedürftigen Menschen, die Stärkung der gesundheitlichen Grundversorgung und der Nahrungsmittelsicherheit sowie die Unterstützung von Flüchtlingen und Zwangsvertriebenen. Die vierjährigen Rahmenkredite der internationalen Zusammenarbeit (IZA) stützen diese Anpassungen.

Internationale Solidarität wichtiger denn je

 «Die COVID-19-Krise ist aktuell vor allem eine gesundheitliche. Schon heute ist aber klar, dass sich diese in eine wirtschaftliche, später in eine finanzielle und schliesslich in eine soziale Krise umwandeln wird», sagt Bundesrat Ignazio Cassis. Um möglichst rasch Unterstützung zu leisten, will deshalb auch die UNO im Rahmen eines Notfallplans rund zwei Milliarden US-Dollar zur Bekämpfung der COVID-19-Krise bereitstellen. Mit den genannten Beiträgen beteiligt sich die Schweiz an diesem multilateralen Notfallplan.

Es ist im Interesse der Schweiz, andere Staaten in der Bewältigung der COVID-19-Krise zu unterstützen und so die weitere Ausbreitung der Pandemie mit ihren schwerwiegenden Folgen einzudämmen. Sollte sich die Pandemie in Entwicklungsländern, insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent, so rasch ausbreiten wie in Europa und Nordamerika, können die Konsequenzen nur mit internationaler Unterstützung abgefedert werden. Die humanitäre Tradition der Schweiz ist in der gegenwärtigen Situation daher von besonderer Relevanz.


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