Genf und Davos arbeiten gemeinsam an den Möglichkeiten digitaler Technologien für das Gemeinwohl

Bern, 21.01.2020 - Der Eröffnungstag im House of Switzerland am Weltwirtschaftsforum (WEF), das vom 21. bis 24. Januar 2020 in Davos stattfindet, war der Zusammenarbeit zwischen dem Privatsektor, den Hochschulen und den in Genf ansässigen internationalen Organisationen im Dienste der Öffentlichkeit gewidmet. Im Zentrum der Gespräche standen die Möglichkeiten, welche sich durch die neuen Technologien ergeben, namentlich im Gesundheitsbereich und beim Zugang zu Finanzdienstleistungen. Ein weiteres Diskussionsthema am «Geneva Day» war die Gouvernanz im Cyberraum.

Am zweiten «Geneva Day» nahmen drei Bundesräte teil. Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA, Bundesrat Ignazio Cassis, und seine Bundesratskollegen Alain Berset und Ueli Maurer diskutierten mit Vertreterinnen und Vertretern des Privatsektors, der Hochschulen, der Vereinten Nationen und anderer in Genf ansässiger internationaler Organisationen.

«Genf als Zentrum der globalen Diplomatie ist heute das ideale Labor für die Entwicklung von Lösungen, von denen möglichst viele Menschen profitieren können», sagte Bundesrat Ignazio Cassis. «Die Schweiz als aktives und innovatives Mitglied der internationalen Gemeinschaft trägt zur Steigerung der Effizienz der globalen Institutionen bei.»

Digitale Gouvernanz

Im Gesundheitsbereich zum Beispiel stärkt die Innovation die Arbeit der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ihr Generaldirektor, Tedros Adhanom Ghebreyesus, betonte, dass eine gesunde Bevölkerung die Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand ist. Der Privatsektor spielt eine wichtige Rolle, wenn er namentlich auf Investitionen setzt, die den Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen Rechnung tragen.

Die neuen Finanztechnologien (FinTech) sorgen für ermutigende Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung, beispielsweise indem sie zahlreichen Menschen den Zugang zu Finanzdienstleistungen ermöglichen, denen dieser bisher verwehrt ist. Mit den Initianten von Libra, der von Facebook geplanten, in Genf vorgestellten Internetwährung, wurde über die Möglichkeiten von Kryptowährungen und die damit verbundenen Risiken diskutiert.

Genf ist ein privilegierter Ort für die Diskussion über Fragen der digitalen Gouvernanz. Darüber sind sich auch führende Akteure des Privatsektors einig. Microsoft-Präsident Brad Smith beteiligte sich am «Geneva Day» an einer Diskussion über die Notwendigkeit, gemeinsam mit den Staaten Regeln zu erarbeiten, um die Vorteile der Innovation weltweit möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.

Zusammenarbeit mit dem WEF

Das House of Switzerland in Davos will den Austausch zwischen den politischen Institutionen, der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Hochschulen ermöglichen. «Innovation ist ein entscheidender Treiber für die internationale Zusammenarbeit. Sie veranlasst die verschiedenen Akteure der Gesellschaft, sich gemeinsam zu engagieren», sagte der Vorsteher des EDA, der mit dem WEF eine Vereinbarung über eine vertiefte Zusammenarbeit in vier Bereichen unterzeichnete: FinTech, neue Arbeitsformen, nachhaltiges Konsumverhalten und digitale Gouvernanz.


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