Neujahrsansprache 2020 von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga

Bern, 01.01.2020 - An Neujahr wünschen wir einander «es guets Nöis». Auch ich wünsche Ihnen ein gutes neues Jahr.

Aber was ist das eigentlich: ein gutes Jahr?
Wenn uns und unseren Liebsten nichts Schlimmes passiert, wenn wir gesund sind und glücklich.

Wir haben dann noch ein paar Wünsche darüber hinaus: Erfolg im Beruf. Gute Noten in der Schule. Und dass das Lieblingsbrot in der Bäckerei auch kurz vor Feierabend noch da ist ……

Natürlich wissen wir, dass auch andere Menschen ein gutes neues Jahr haben sollten. Dass auch sie gesund und glücklich sein möchten.
Das ist ein grosser Wunsch.
Man weiss gar nicht, wo anfangen.

Aber mich dünkt, «meine» Bäckerei weiss, wie es geht.

Ich gehe regelmässig in die gleiche Quartierbäckerei. Dort kaufe ich Brot und die feinen hausgemachten Amaretti.

Aber ich bekomme jedes Mal noch viel mehr.

Schon nur, dass es in der Bäckerei so gut riecht.
Die Brote und Kuchen sind liebevoll ausgestellt. Alle Kundinnen und Kunden werden freundlich begrüsst, viele mit ihrem Namen. Manchmal gibt’s einen Schwatz.

Meine Bäckerei lebt jeden Tag vor, wie man das Leben auch für die andern gut machen kann:

Man schaut einander in die Augen.

Brot ist ein Grundnahrungsmittel. Viele Menschen haben nicht einmal das. Ich bin froh, dass sich bei uns alle Brot leisten können.
Und ich möchte, dass der Preis auch für diejenigen gut ist, die das Getreide säen und ernten.
Ein Preis, der auch zur Erde und zum Leben auf unserem Planeten Sorge trägt.
Wir möchten ja, dass auch unsere Grosskinder sich noch «Es guets Nöis» wünschen können – und auch die Grosskinder auf anderen Kontinenten.

Eigentlich wissen wir es alle: Damit es uns wirklich gut gehen kann, muss es auch den andern gut gehen.

Ich wünsche Ihnen von Herzen «es guets Nöis».


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