Eine Ausstellung sensibilisiert für die Bedeutung der humanitären Prinzipien

Bern, 04.12.2019 - Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität und Unabhängigkeit sind die Grundpfeiler des humanitären Engagements. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Musée de l'Elysée in Lausanne und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) eine Kunstinstallation, die Raum für Diskussionen über die humanitäre Hilfe und deren Grundlagen bietet. Die Kunstinstallation ist bis März 2020 im Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum in Genf zu sehen.

Die Prinzipien der Menschlichkeit, der Unparteilichkeit, der Neutralität und der Unabhängigkeit sind tief in der Geschichte der Schweiz verwurzelt und heute aktueller denn je. Sie erlauben es, in einem zunehmend komplexen und polarisierten Umfeld eine möglichst wirkungsvolle humanitäre Hilfe zu leisten, zum Beispiel, wenn es um den Zugang zur notleidenden Bevölkerung geht. Die Schweiz trägt dazu bei, das Leiden in der Welt zu lindern, indem sie das Verständnis dieser Prinzipien fördert und sämtliche Akteure bei deren Umsetzung unterstützt.

Deshalb unterstützt die DEZA in Zusammenarbeit mit dem Musée de l'Élysée in Lausanne und dem IKRK die Kunstinstallation «Humanitäre Prinzipien, hier und jetzt». Nach Stationen in Caracas (Venezuela) und Kiew (Ukraine) wird diese nun im Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum in Genf gezeigt, bevor sie nach Madrid weiterzieht.

Anhand einer Reihe von Fotografien und Kurzfilmen lädt die Installation zu einer vertieften Reflexion über die komplexen Fragen im Zusammenhang mit humanitären Einsätzen ein. Tag für Tag machen humanitäre Krisen Schlagzeilen. Leiden, Hunger, Verzweiflung, Einsamkeit, Trennung und Trostlosigkeit: Die Bilder dieser Tragödien lassen uns hilflos zurück. Die berührende und universelle Sprache der Fotografie regt dazu an, über diese Fragen nachzudenken, ohne vorgefasste Antworten zu liefern.

Eine interaktive Plattform (#DialoguesOnHumanity) ergänzt die Installation und lädt die Betrachtenden ein, sich Gedanken über die eigenen Reaktionen, Empfindungen und Erinnerungen, die diese Bilder hervorrufen, zu machen. Das Publikum erhält Einblick in die Geschichten und Herausforderungen hinter jeder dieser Fotografien.

Parallel dazu findet vom 4. bis 12. Dezember 2019 ein Workshop unter Beteiligung von Expertinnen und Experten aus dem humanitären Bereich und der Kunst statt. Er ist Teil eines «humanitären Parcours», der ein breites Publikum für die humanitäre Hilfe sensibilisieren und gleichzeitig zur Entdeckung der Stadt Genf, der Wiege der humanitären Tradition, einladen soll. Zwei Routen führen zu den wichtigsten historischen und symbolischen Stätten. Ausserdem ist ein Austausch vor Ort mit Fachleuten der DEZA geplant.

Anlässlich der 33. Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Konferenz vom 9. bis 12. Dezember 2019 in Genf finden zudem Wechselausstellungen und Veranstaltungen zu den Themen der Konferenz statt. Dazu zählen unter anderem die Möglichkeiten zur Stärkung des humanitären Völkerrechts und der Einsatz neuer Technologien im Dienst einer noch leistungsstärkeren humanitären Hilfe.


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