Arbeitsbesuch des tadschikischen Präsidenten Emomali Rahmon in Bern

Bern, 05.11.2019 - Bundespräsident Ueli Maurer hat am Dienstag, 5. November 2019, den tadschikischen Präsidenten Emomali Rahmon zu einem Arbeitstreffen empfangen. Das offizielle Gespräch im Bernerhof war den bilateralen Beziehungen und der Zusammenarbeit in internationalen Organisationen, auch im Rahmen der Belt and Road Initiative, gewidmet.

Tadschikistan gehört im IWF, bei der Weltbank sowie in der Global Environment Facility (GEF) zur von der Schweiz geleiteten Stimmrechtsgruppe. In diesem Zusammenhang ist die von der Schweiz im Frühling 2019 in Peking unterzeichnete Absichtserklärung zur Belt and Road Initiative (BRI) für Tadschikistan von grosser Bedeutung. Die Schweiz setzt sich dafür ein, dass Drittländer wie Tadschikistan in die Projekte der BRI integriert werden.

Während die politischen Beziehungen und die technische Kooperation gut etabliert sind, hat der wirtschaftliche Austausch erst in den letzten Jahren Fahrt aufgenommen. Beide Seiten würdigten die jüngste Entwicklung und thematisierten das noch nicht ausgeschöpfte Potential. Bundespräsident Maurer beglückwünschte Tadschikistan zu den an die Hand genommenen Verwaltungsreformen und wies auf die Bedeutung rechtsstaatlicher Normen für ein wohlwollendes Investitionsklima hin. Tadschikistan ist ein Schwerpunktland der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit mit Zentralasien. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) stellen über die Kooperationsstrategie 2017-2021 jährlich rund 20 Millionen Franken zur Verfügung. Wichtiges Thema der Gespräche war das regionale Wassermanagement, das als Schlüssel für die Entwicklung in Zentralasien gilt. Die Schweiz ist seit 25 Jahren in diesem Bereich engagiert.

Die Delegationen unterstrichen die gute Zusammenarbeit in den verschiedenen Stimmrechtsgruppen sowie im Rahmen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sowie in der WTO und der UNO. Weitere Themen waren politische und wirtschaftliche Entwicklungen in Zentralasien. In Anwesenheit von Bundespräsident Maurer und Präsident Rahmon wurden am Dienstag zwei Absichtserklärungen unterzeichnet. Seitens der Schweiz signierte DEZA-Direktor Manuel Sager die Vereinbarungen, die der Kooperation im Wassermanagement und im Umgang mit dem Klimawandel gewidmet sind.

Am Rande des offiziellen Arbeitsbesuchs fand ein Treffen zwischen Bundesrat Ignazio Cassis und dem tadschikischen Aussenminister Sirodjiddin Muhriddin statt. Im Zentrum des Gesprächs standen die internationale Zusammenarbeit sowie die Menschenrechte.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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