Mutationen von Höheren Stabsoffizieren der Armee

Bern, 23.10.2019 - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 23. Oktober 2019 folgende Mutationen von Höheren Stabsoffizieren auf den 1. Januar 2020 und den 1. Januar 2021 beschlossen.

Korpskommandant Aldo Schellenberg, zurzeit Chef Kommando Operationen / Stellvertreter Chef der Armee, wird per 1. Januar 2021 Zugeteilter Höherer Stabsoffizier des Chefs der Armee. Die Funktion als Stellvertreter Chef der Armee wird zu einem späteren Zeitpunkt beantragt.

Der 61-jährige Aldo C. Schellenberg hat an der Universität Zürich Betriebswirtschaft studiert und als Dr. oec. publ. promoviert. Von 2007 bis 2009 hat er an der Universität Bern ein Nachdiplomstudium in Wirtschaftsrecht mit dem Legum Magister abgeschlossen. Er kommandierte die Leichte Fliegerabwehr Lenkwaffenabteilung 12 und wurde als Generalstabsoffizier im Stab der Gebirgsdivision 12 und im Stab der Gebirgsinfanteriebrigade 12 eingesetzt. Auf den 1. Juli 2010 hat ihn der Bundesrat zum Kommandanten der Gebirgsinfanteriebrigade 12 ernannt unter gleichzeitiger Beförderung zum Brigadier. Brigadier Schellenberg wurde 2012 zum Chef Armeestab ernannt unter gleichzeitiger Beförderung zum Divisionär. Auf den 1. Januar 2013 erfolgte die Ernennung zum Kommandant Luftwaffe und die Beförderung zum Korpskommandanten. Der Chef VBS ernannte ihn per 1. Januar 2017 zudem als Projektleiter WEA für den Bereich Operationskommando. Auf den 1. Januar 2018 erfolgte die Ernennung durch den Bundesrat zum Chef Operationen und Stellvertreter Chef der Armee.

Brigadier Laurent Michaud, zurzeit Stellvertreter Kommandant Kosovo Force, wird per 1. Januar 2021 neuer Chef Kommando Operationen und gleichzeitig zum Korpskommandanten befördert.

Der 54-jährige Laurent Michaud hat an der Universität Dijon in Frankreich ein Studium in Weinbau abgeschlossen, bevor er 1990 in das Instruktionskorps der Infanterie eintrat. Von 1991 bis 1997 war er Einheitsinstruktor der Grenadierschule in Isone. Von 1998 bis 2000 war er Mitglied der Koordinationsgruppe Armee XXI. Nach einem Einsatz als zugeteilter Stabsoffizier des Inspektors der Kampftruppen und einem Studienaufenthalt am US Army Command and General Staff College in Forth Leavenworth wurde Brigadier Michaud 2003 zum zugeteilten Stabsoffizier des Kommandanten Heer ernannt. 2006 wurde er Kommandant der Grenadier- und Fallschirmaufklärer-Schulen. Von 2012 bis 2013 führte er das Kommando Spezialkräfte. Von 2014 bis 2017 war er stellvertretender Chef und Stabschef des Führungsstabes der Armee. Von 2018 bis 2019 war er Stabschef des Kommandos Operationen. Zurzeit und bis Oktober 2020 ist er stellvertretender Kommandant der internationalen Kosovo Force (KFOR). Als Milizoffizier kommandierte er eine Füsilierkompanie, eine Grenadierkompanie und ein Infanteriebataillon. Parallel zu seiner beruflichen Laufbahn absolvierte er einen Master of Advanced Studies Lehrgang in interkultureller Kommunikation an der Università della Svizzera Italiana in Lugano.

Divisionär Hans-Peter Walser, zurzeit Kommandant Territorialdivision 2, wird per 1. Januar 2020 neuer Chef Kommando Ausbildung und gleichzeitig zum Korpskommandanten befördert.

Der 55-jährige Hans-Peter Walser hat an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern studiert und als lic. iur. abgeschlossen. Von 1990 bis 1994 war er im Rechtsdienst des Bundesamtes für Wirtschaftliche Landesversorgung tätig. 1994 trat Divisionär Walser in das Instruktionskorps der Infanterie ein und wurde als Einheitsinstruktor in der Mechanisierten Infanterie Rekrutenschule in Bière und als Klassenlehrer in der Infanterie Offiziersschule in Chamblon eingesetzt. Nach Einsätzen als Gruppenchef in den Generalstabskursen und als Klassenlehrer am Infanterieausbildungszentrum in Walenstadt war er von 1998 bis 2002 persönlicher Mitarbeiter und zugeteilter Stabsoffizier des Generalstabschefs. Von 2002 bis 2003 absolvierte Divisionär Walser an der National Defense University in Washington D.C. USA, die Weiterbildung zum Master of Science in National Resource Strategy. Von 2004 bis 2007 war er Chef Armee- und Rüstungsplanung im Planungsstab der Armee. Vom 1. Januar 2008 bis 30. September 2010 war er Chef Personelles der Armee und ab 1. Oktober 2010 bis 31. Dezember 2012 übernahm er die Funktion als Stellvertreter Chef Armeestab und Chef Armeeplanung. Auf den 1. Januar 2013 wurde er vom Bundesrat zum Chef Armeestab mit gleichzeitiger Beförderung zum Divisionär ernannt. Per 1. Januar 2016 wurde Divisionär Walser durch den Bundesrat zum Kommandant der Territorialregion 2 ernannt.

Brigadier Alain Vuitel, zurzeit Chef Militärischer Nachrichtendienst & Dienst für Präventiven Schutz der Armee, wird per 1. Januar 2020 neuer Chef Führungsunterstützungsbasis der Armee und gleichzeitig zum Divisionär befördert.

Der 55-jährige Alain Vuitel hat an der Universität Neuenburg studiert und mit dem „Licence en sciences économiques“ abgeschlossen. Von 1989 bis 1999 war er im Stab der Gruppe für Generalstabsdienste als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und zuletzt als Stellvertreter des Chefs Abteilung Operationen und Chef Sektion Führung und Einsatz tätig. Nach einem Einsatz als Wissenschaftlicher Adjunkt des Generalstabschefs von 1999 bis 2000 wurde er an das Royal College of Defence Studies abkommandiert. An der University of London, Kings College, schloss er 2001 den Master of Arts in International Studies with Merit erfolgreich ab. Von 2002 bis Mai 2009 arbeitete er als Chef Militärdoktrin der Armee im Planungsstab der Armee. In diese Zeit fällt auch eine Abkommandierung im Rahmen der Kosovo Force – KFOR als Stabschef Stellvertreter in der Multinational Brigade South. Vom 1. Juni 2009 bis Februar 2012 war er Chef der Nationalen Alarmzentrale im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und ab März 2012 bis Ende 2013 war Brigadier Vuitel als Berufsoffizier in der Funktion als Delegierter des Chefs der Armee für die Weiterentwicklung der Armee tätig. Auf den 1. Januar 2014 wurde Brigadier Vuitel durch den Bundesrat zum Stabschef Chef der Armee unter gleichzeitiger Beförderung zum Brigadier ernannt. 2016 wurde Brigadier Vuitel zum Chef Militärischer Nachrichtendienst ernannt und gestützt auf die Strukturanpassungen auf den 1. Januar 2018 im Rahmen der Weiterentwicklung der Armee (WEA) als Chef Militärischer Nachrichtendienst & Dienst für Präventiven Schutz der Armee bestätigt.

Divisionär Daniel Keller, zurzeit Kommandant Höhere Kaderausbildung der Armee / Stellvertreter Chef Ausbildung, wird per 1. Januar 2020 neuer Kommandant Territorialdivision 2.

Der 56-jährige Daniel Keller war nach dem Erlangen des Primarlehrerdiploms des Kantons Luzern an verschiedenen Schulen auf allen Stufen der Volksschule als Lehrer tätig. Während des BWL-Studiums an der Universität Bern war er zudem als nebenamtlicher Dozent für Betriebswirtschaftslehre an der Business School (BVS) in Luzern tätig. 1996 ist er in das Instruktionskorps der Infanterie eingetreten. Als Einheitsinstruktor wurde er in den Infanterieschulen Liestal und den Territorialinfanterieschulen Aarau eingesetzt. Ab Ende 1998 bis Herbst 2004 war Brigadier Keller im Taktischen Trainingszentrum des Armeeausbildungszentrums Luzern tätig, zuerst als Chef Gefechtssimulation, dann als Chef Didaktik und ab Frühjahr 2001 als Kommandant Support und Stellvertreter Kommandant Taktisches Trainingszentrum Luzern. Nach einem Studienaufenthalt am NATO Defense College in Rom wurde er ab Herbst 2004 zuerst als Kommandant des Führungssimulators I und anschliessend als Kommandant Support und Stellvertreter Kommandant Generalstabsschulen eingesetzt. Ab 1. März 2008 war Brigadier Keller zugeteilter Stabsoffizier des Chefs der Armee und ab 1. Mai 2009 Chef der persönlichen Stabsgruppe des Chefs der Armee. 2009 hat er berufsbegleitend den Master of Advanced Studies in Security Policy and Crisis Management an der ETH Zürich mit Erfolg abgeschlossen. Auf den 1. Januar 2010 wurde er durch den Bundesrat mit Beförderung zum Brigadier zum Kommandant Infanteriebrigade 5 ernannt. Ab Januar 2014 war Brigadier Keller Kommandant Zentralschule der Höheren Kaderausbildung der Armee. Auf den 1. Januar 2017 erfolgte die Ernennung durch den Bundesrat zum Kommandant Höhere Kaderausbildung der Armee / Stabschef Operative Schulung unter gleichzeitiger Beförderung zum Divisionär. Der Bundesrat hat per 1. Januar 2018 gestützt auf die Strukturanpassungen im Rahmen der Weiterentwicklung der Armee (WEA) Divisionär Keller als Kommandant Höhere Kaderausbildung der Armee / Stellvertreter Chef Ausbildung bestätigt.

Brigadier Germaine J.F. Seewer, zurzeit Kommandantin Führungsunterstützungsbrigade 41, wird per 1. Januar 2020 neue Kommandantin Höhere Kaderausbildung der Armee / Stellvertreterin Chef Kommando Ausbildung und gleichzeitig zum Divisionär befördert.

Die 55-jährige Germaine J.F. Seewer hat an der ETH Zürich Chemie studiert und 1988 als dipl. chem. ETH abgeschlossen. Von 1989 bis 1992 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Nutztierwissenschaften an der ETH Zürich. 1993 hat Brigadier Seewer den Doktortitel (Dr.sc.nat. ETH) erhalten. Von 1993 bis 1995 war sie als Post-Doktorandin am National Institute of Animal Science, Research Center Foulum, in Tjele (Dänemark). Von 1995 bis 1998 war Brigadier Seewer als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Eidg. Forschungsanstalt für Nutztiere in Posieux (FR) tätig. Auf den 1. Juli 1998 ist Brigadier Seewer als Fachlehrerin in den Armeenachrichtendienst / Generalstab eingetreten und war ab 2001 Sektionschefin im Militärischen Nachrichtendienst. In dieser Zeit leistete sie einen Einsatz als Stabsoffizierin bei Swisscoy im Kosovo. 2004 wurde Brigadier Seewer Chefin Operationen und Stellvertreterin Chef Missionen im Kompetenzzentrum SWISSINT. In diese Zeit fallen auch ihre Einsätze als UN Militärbeobachterin bei UNMEE in Äthiopien und Eritrea. Von 2005 bis 2007 hat Brigadier Seewer berufsbegleitend den Executive Master of Public Administration an der Universität Bern erfolgreich absolviert. Am 1. Juli 2007 ist sie in das Instruktionskorps der Luftwaffe übergetreten und von 2008 bis 2010 war sie Kommandantin der Führungsunterstützungsschulen 95 der Luftwaffe im Lehrverband Führungsunterstützung 30. Von 2010 bis 2012 übte Brigadier Seewer die Funktion als Chefin Ausbildung Luftwaffe und Stellvertreterin des Chefs Luftwaffenstab aus. 2011 folgte ein Studienaufenthalt beim NATO Defense College in Rom. In ihrer Milizfunktion war sie Generalstabsoffizierin im Einsatzstab der Luftwaffe und Kommandantin der Luftwaffen Richtstrahlabteilung 4. Auf den 1. Januar 2013 wurde Seewer durch den Bundesrat unter gleichzeitiger Beförderung zum Brigadier als Chefin Personelles der Armee ernannt. Auf den 1. Juli 2018 erfolgte durch den Bundesrat die Ernennung von Brigadier Seewer zur Kommandantin Führungsunterstützungsbrigade 41, Systeme / Kaderausbildung / Support.

 


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Letzte Änderung 20.04.2018

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