Bundesrat gibt Gelder frei für den Anschluss der Ostschweiz ans ausländische Hochleistungs-Bahnnetz

Bern, 27.09.2019 - An seiner Sitzung vom 27. September 2019 hat der Bundesrat Umsetzungs-vereinbarungen für zwei Bahnprojekte genehmigt, die für den Anschluss der Ostschweiz an das europäische Eisenbahn-Hochleistungsnetz (HGV-A) nötig sind: Diese betreffen ein neues Abstellgleis in St. Margrethen sowie Umbauten auf der Strecke St. Gallen-St. Margrethen, dank denen Züge in kürzerem Abstand hintereinanderfahren können. Die Projekte sind die letzten Elemente des HGV-Anschlusses nach München auf Schweizer Gebiet.

Der Anschluss an das europäische Hochleistungs-Bahnnetz ermöglicht es, die Verlagerung des internationalen Strassen- und Luftverkehrs zu fördern und die Fahrzeiten in Städte wie Paris, Lyon, München, Ulm und Stuttgart zu verkürzen. Die besseren Verbindungen stärken zudem die Schweiz als Wirtschafts- und Tourismusstandort. Insgesamt investiert der Bund dafür bis Ende 2020 rund 1,1 Milliarden Franken. Die meisten Projekte sind abgeschlossen. Kleine Lücken bestehen u.a. noch in der Ostschweiz.

Für zwei Projekte hat der Bundesrat jetzt eine Umsetzungsvereinbarung genehmigt und so die finanziellen Mittel freigegeben: In St. Margrethen soll für 13,64 Millionen Franken ein zusätzliches Abstellgleis gebaut werden. Die Baubewilligung liegt vor. Der Baustart erfolgt im Oktober 2019. Im Raum Rorschach-St. Margrethen braucht es bauliche Massnahmen, damit die Züge auf einigen Abschnitten zwischen Zürich und München dichter hintereinanderfahren können. Dies wird ab 2020 möglich sein. Die in der Umsetzungsvereinbarung definierten Kosten betragen 4,26 Millionen Franken. Nebst den Projekten auf dem Gebiet der Schweiz laufen für die Fahrzeitverkürzung zwischen Zürich und München aktuell die Hauptarbeiten zur Elektrifizierung der deutschen Eisenbahnstrecke Lindau-Geltendorf. Der Bund hat dieses Projekt mit 50 Millionen Euro vorfinanziert; der Betrag wird bis Ende 2020 zurückbezahlt.

Aktuell dauert die Reise von Zürich nach München im Normalbetrieb knapp viereinviertel Stunden. Nach Inbetriebnahme der HGV-Anschlüsse in der Ostschweiz ab 2020 wird die Reisezeit rund dreieinhalb Stunden dauern.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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