Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Juni 2019

Bern, 09.07.2019 - Registrierte Arbeitslosigkeit im Juni 2019 - Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) waren Ende Juni 2019 97’222 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 4’148 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank damit von 2,2% im Mai 2019 auf 2,1% im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 9’357 Personen (-8,8%).

Jugendarbeitslosigkeit im Juni 2019
Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) verringerte sich um 287 Personen (-2,9%) auf 9’762. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Rückgang um 975 Personen (-9,1%).

Arbeitslose 50-64 Jahre im Juni 2019
Die Anzahl der Arbeitslosen 50-64 Jahre verringerte sich um 978 Personen (-3,4%) auf 28’101. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einer Abnahme um 2’912 Personen (-9,4%).

Stellensuchende im Juni 2019
Insgesamt wurden 170’800 Stellensuchende registriert, 5’328 weniger als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode sank diese Zahl damit um 8’977 Personen (-5,0%).

Gemeldete offene Stellen im Juni 2019
Auf den 1. Juli 2018 wurde die Stellenmeldepflicht für Berufsarten mit einer Arbeitslosenquote von mindestens 8% schweizweit eingeführt. Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen verringerte sich im Juni um 204 auf 37’186 Stellen. Von den 37’186 Stellen unterlagen 22’424 Stellen der Meldepflicht.

Abgerechnete Kurzarbeit im April 2019
Im April 2019 waren 875 Personen von Kurzarbeit betroffen, 169 Personen mehr (+23,9%) als im Vormonat. Die Anzahl der betroffenen Betriebe erhöhte sich um 4 Einheiten (+6,1%) auf 70. Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um 2’273 (-4,9%) auf 43’884 Stunden ab. In der entsprechenden Vorjahresperiode (April 2018) waren 76’484 Ausfallstunden registriert worden, welche sich auf 1’552 Personen in 123 Betrieben verteilt hatten.

Aussteuerungen im April 2019
Gemäss vorläufigen Angaben der Arbeitslosenversicherungskassen belief sich die Zahl der Personen, welche ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung im Verlauf des Monats April 2019 ausgeschöpft hatten, auf 3’140 Personen.

Die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) publizierten Arbeitslosenquoten sind aktualisiert worden. Neu werden die Arbeitslosenzahlen nicht mehr im Verhältnis zu den Erwerbspersonenzahlen der Jahre 2012 bis 2014 berechnet, sondern zu jenen der Jahre 2015 bis 2017 (wiederum als 3-Jahres-Datenpooling). Die Erwerbspersonenzahlen werden dabei vom Bundesamt für Statistik (BFS) aus den Strukturerhebungsdaten zum Erwerbsleben der Bevölkerung erhoben und bereitgestellt. Die aktualisierte Basis zur Berechnung der Arbeitslosenquoten gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2017. Alle Arbeitslosenquoten sind entsprechend zurückgerechnet und angepasst worden. Betroffen sind nur die Arbeitslosenquoten, an den Arbeitslosenzahlen selber ändert sich nichts.
Die Zahl der Erwerbspersonen (inkl. Diplomaten und internationale Funktionäre mit Wohnsitz in der Schweiz) erhöhte sich von 4'493'249 gemäss Pooling 2012-2014 auf 4'636'100 gemäss Pooling 2015-2017. Die auf der aktualisierten Basis berechneten Arbeitslosenquoten berücksichtigen die Zunahme der Erwerbspersonen zwischen 2015 und 2017 und vermitteln damit ein genaueres Bild der Lage auf dem Arbeitsmarkt. Auf der neuen Basis beläuft sich die Arbeitslosenquote im Berichtsmonat Juni auf 2,1% anstelle von 2,2%.

Die revidierten Arbeitslosenquoten sind in der Kennzahlenübersicht sowie den Tabellen 1b, 2b, 3, 4, 5, 8 und 11 dieser Pressedokumentation ersichtlich.

Eine Anpassung findet auch bei der Abgrenzung der Altersklassen statt: Die bisher nach oben offene Kategorie der ‘50-Jährigen und mehr’ wird neu in die Altersklasse ‘50 bis 64 Jahre’ und die (residuale) Grösse ‘65 und mehr’ unterteilt. Entsprechend werden auch die ‘60-Jährigen und mehr’ neu als Altersklasse ‘60 bis 64 Jahre’ abgegrenzt. Durch die vorgenommene Änderung präsentieren sich die Arbeitslosenquoten in diesen Alterskategorien realitätsnäher. Sie erhöhen sich auf gesamtschweizerischer Ebene im Juni einmalig um +0,2 Prozentpunkte bei den 50- bis 64-Jährigen und um +0,8 Prozentpunkte bei den 60- bis 64-Jährigen.

Die angepasste Klassifizierung nach Altersklassen ersetzt die bisherige in der Zeitreihe vollständig.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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