70 Jahre Schweiz–UNESCO: Ignazio Cassis begrüsst aussergewöhnliche Mobilisierungskraft und verweist auf Reformbedarf

Bern, 17.06.2019 - Anlässlich des 70. Jahrestages des Beitritts der Schweiz zur UNESCO dankte Bundesrat Cassis am Montag in Bern all jenen, « die sich für die Bewahrung unseres Erbes und die Entwicklung des Wissens engagieren». Vor einem Publikum aus Vertreterinnen und Vertretern von internationalen Organisationen, Bundesämtern und Kantonen sowie der Zivilgesellschaft unterstrich er die Mobilisierungskraft der UNESCO und die Notwendigkeit von Reformen, damit die Herausforderungen des Technologiezeitalters bewältigt werden können. Er erinnerte an die Kandidatur der Schweiz für einen Sitz im Exekutivrat der Organisation für den Zeitraum 2020–2023.

Bundesrat Ignazio Cassis sprach am Vorabend eines dreitägigen Zyklus’ von fünf Konferenzen (18.–20. Juni 2019), der von der ebenfalls vor 70 Jahren gegründeten Schweizerischen Kommission für die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (UNESCO) in Bern organisiert wird.

Bundesrat Cassis erinnerte daran, dass es eine Schweiz der inspirierenden Neutralität war, die am 28. Januar 1949 der UNESCO beitrat, um «an den Bemühungen mitzuwirken, die zum Ziele haben, die Völker einander näher zu bringen und sie zu lehren, eine andere Sprache zu sprechen als diejenige der Furcht, des Hasses oder der Gewalt». Er verwies auf die Errungenschaften der Organisation in der Vergangenheit, darunter die Gründung des CERN, und auf aktuelle Projekte, welche die Schweiz in verschiedenen Bereichen wie Wasserbewirtschaftung, Meinungsfreiheit, Zugang zu hochwertiger Bildung und Kulturgüterschutz über die UNESCO unterstützt.

Ignazio Cassis ging auf die Aufgaben ein, mit denen sich die UNESCO in der Schweiz befasst, von den Biosphärenreservaten über die Erhaltung des Kultur-, Natur- und Dokumentenerbes bis hin zu den Schulen und Universitäten. Dabei hob er «den kulturellen, natürlichen und wissenschaftlichen Reichtum unseres Landes» hervor, «den wir durch Bildung und Information schützen und mit der Welt teilen wollen».

In diesem Zusammenhang erwähnte der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) die Kandidatur der Schweiz für einen Sitz im Exekutivrat der Organisation, die Ausdruck des Willens sei, im Rahmen der UNO-Reformen zur Erhöhung der Wirksamkeit der UNESCO beizutragen und konstruktive Antworten auf die Veränderungen des Technologiezeitalters zu geben. Abschliessend bekundete er seine Unterstützung für die nationalen UNESCO-Kommissionen, die sich für die Verwirklichung der Ziele der Organisation in ihrem Land einsetzen; sie werden im Mai 2020 auf Einladung der Schweiz in Lugano zusammenkommen.

Bei der Eröffnungsfeier ergriffen auch Jean-Bernard Münch, Präsident der Schweizerischen UNESCO-Kommission, Alec von Graffenried, Berner Stadtpräsident, und Firmin Edouard Matoko, beigeordneter Generaldirektor der UNESCO für Afrika und Aussenbeziehungen, das Wort. Sie sprachen über die Geschichte der Zusammenarbeit mit der UNESCO und über das aktuelle Engagement der Schweiz auf nationaler und internationaler Ebene zur Unterstützung der Umsetzung der Programme dieser UNO-Organisation.


Im Rahmen der Jubiläumsfeier zum UNESCO-Beitritt der Schweiz vor 70 Jahren organisiert die Schweizerische UNESCO-Kommission vom 18. bis 20. Juni 2019 fünf thematische Konferenzen. Die Konferenzen finden auf dem Waisenhausplatz in Bern im eigens für diesen Anlass errichteten UNESCO-Zelt statt. Das Zelt beherbergt ausserdem eine öffentliche Ausstellung und dient als Diskussionsforum. Öffnungszeiten: Dienstag, 18. Juni 2019, und Mittwoch, 19. Juni 2019, von 9.30 bis 19.00 Uhr; Donnerstag, 20. Juni 2019, von 9.30 bis 14.00 Uhr. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.unesco.ch.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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