Tag des unterirdischen Lebens

Zürich-Reckenholz, 11.06.2019 - Am Mittwoch, 19. Juni 2019, lädt Agroscope in Zürich-Reckenholz zum «Tag des unterirdischen Lebens» ein und zeigt, wie die verborgene Artenvielfalt im Boden zu fruchtbarer Erde und einer nachhaltigen, produktiven Landwirtschaft beiträgt. Der Event ist eingebettet in die internationale Kampagne #SoilYourUndies – und genau deshalb ist die Öffentlichkeit eingeladen, Baumwoll-Unterhosen im Boden zu vergraben. Je stärker verrottet sie nach zwei Monaten sind, desto aktiver sind die Bodenlebewesen und desto gesünder ist der Boden.

Am Event vom 19. Juni 2019 geht es darum, die verborgene, aber nützliche Artenvielfalt im Boden sichtbar zu machen und zu zeigen, wie die «unterirdische» Biodiversität zu fruchtbarer Erde und einer nachhaltigen, produktiven Landwirtschaft beiträgt. Anmeldung siehe Link unten oder direkt an carole.enz@agroscope.admin.ch.

Die Artenvielfalt erforschen

Der Event findet im Rahmen eines Forschungsprojekts von Agroscope und ETH Zürich statt. Dabei untersuchen Forschende die Bedeutung und die Funktion der Artenvielfalt des Bodens. Sie wollen herausfinden, ob und wie man das Bodenleben noch besser für eine nachhaltige, produktive Landwirtschaft einsetzen kann.
Eine Methode besteht darin, dass Forschende auf verschiedenen Äckern Quadrate aus Baumwollstoff vergraben, um den Grad der Verrottung unter verschiedenen Bewirtschaftungs-Systemen wissenschaftlich exakt zu messen. Gleichzeitig untersuchen die Forschenden die unterirdischen Nahrungsnetze – im Zentrum steht die Frage, ob der Grad der Verrottung mit der Artenvielfalt und der Zusammensetzung der Nahrungsnetze im Boden zusammenhängt.

Kinder und Erwachsene vergraben Baumwoll-Unterhosen

Um einen Teil dieser Forschung erlebbar zu machen und um die Biodiversität des Bodens der Öffentlichkeit vorzustellen, können Kinder und Erwachsene parallel zum Forschungsprojekt ganz im Sinne der internationalen Kampagne #SoilYourUndies eigene Baumwoll-Unterhosen auf dem Agroscope-Acker vergraben. Diese werden ebenfalls zwei Monate im Boden belassen. Während dieser Zeit werden die Bodenlebewesen – Asseln, Regenwürmer, Springschwänze, Milben, Bakterien und Pilze – einen Teil der Baumwolle zerfressen und in neuen Boden umgewandelt haben. Nach den Sommerferien werden die Unterhosen wieder ausgegraben. Je stärker verrottet eine Unterhose ist, desto aktiver sind die Bodenlebewesen und desto gesünder ist der Boden.

Medienanlass

Datum: 19. Juni 2019 (Eingraben), Anmeldung siehe Link unten oder direkt an carole.enz@agroscope.admin.ch.

Ort: Agroscope, Reckenholzstrasse 191, 8046 Zürich

Zeit: 13.00 bis 15.00 Uhr

Programm: Mit dem Auto fahren wir auf das Forschungsfeld (5 Min.). Dort werden die Forschenden Quadrate aus Baumwollstoff im Feld vergraben. Sie werden zwei Monate dort belassen.

Publikums-Anlass für Kinder, Eltern und weitere Interessierte

Datum: 19. Juni 2019 (Eingraben), Anmeldung siehe Link unten oder direkt an carole.enz@agroscope.admin.ch.

Ort: Agroscope, Reckenholzstrasse 191, 8046 Zürich

Zeit: 15.00 bis 18.00 Uhr

Programm: Es steht ein Acker sowie Schaufeln für das Vergraben der Unterhosen bereit. Ebenso gibt es Fähnchen, um die eigene Unterhose zu markieren, damit sie in zwei Monaten wieder auffindbar ist.

An einem Tisch werden Mikroskope stehen, durch die sich die Bodenlebewesen live beobachten lassen. Es gibt ein Merkblatt mit einer Anleitung für alle, die das Experiment auch im eigenen Garten durchführen möchten.

Mitbringen: eine saubere alte oder neue Baumwoll-Unterhose.

Hintergrund-Infos

Der Boden ist eine der wichtigsten Ressourcen der Welt, denn ohne ihn könnten wir keine Nahrungsmittel produzieren. Der Boden ist keine tote Materie, sondern vielmehr ein gigantischer, lebendiger Organismus. In jedem Esslöffel voll tummeln sich Millionen von Bakterien, Pilzen, Milben, Springschwänzen, Bärtierchen und viele weitere Bodenlebewesen.
In einem Langzeitversuch untersucht Agroscope die Auswirkungen unterschiedlicher Bewirtschaftungssysteme (biologisch, konventionell, pfluglos) auf den Boden. Die Forschungs-Äcker befinden sich am Stadtrand von Zürich. Die gewonnenen Erkenntnisse geben unter anderem darüber Aufschluss, mittels welcher Methoden der Bewirtschaftung sich ein gesunder Boden am besten fördern lässt. Das Ziel: erkennen, wie Landwirtinnen und Landwirte die wichtige Ressource Boden bearbeiten können, damit sie auch für kommende Generationen die Basis für gute Erträge bleibt.


Adresse für Rückfragen

Carole Enz, Mediendienst Agroscope
carole.enz@agroscope.admin.ch
+41 58 460 62 72

Marcel van der Heijden
Agroscope
Reckenholzstrasse 191, 8046 Zürich
marcel.vanderheijden@agroscope.admin.ch
+41 58 468 72 78

Nina Buchmann
ETH Zürich
Universitätstr. 2, 8092 Zürich
+41 44 632 30 83 oder 39 59 (direkt)



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Letzte Änderung 20.04.2018

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