Der Bundesrat schlägt Lösungen zur Unterstützung des Archivs der Gosteli-Stiftung vor

Bern, 15.05.2019 - An seiner Sitzung vom 15. Mai 2019 hat der Bundesrat einen Bericht verabschiedet, der drei mögliche Lösungen zur Unterstützung des Gosteli-Archivs vorschlägt: eine subsidiäre Finanzierung, die Integration eines Teils des Archivs oder eine vollständige Überführung des Archivs der Stiftung ins Schweizerische Bundesarchiv.

Die Gosteli-Stiftung bewahrt das Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung auf. Zahlreiche Frauenvereine archivieren hier ihre Dokumente. Die finanzielle Gesundheit der Stiftung ist derzeit gefährdet. In verschiedenen Postulaten wurde der Bundesrat beauftragt, die Voraussetzungen zu prüfen, um die Erhaltung des Archivs der Gosteli-Stiftung sicherzustellen, und aufzuzeigen, welche gesetzlichen Grundlagen eine subsidiäre Finanzierung durch den Bund ermöglichen würden. In seinem Bericht stellt der Bundesrat drei Lösungen vor. Derzeit gibt es zwar keine rechtliche Grundlage zur direkten finanziellen Unterstützung der Gosteli-Stiftung, diese kann aber im Rahmen des Bundesgesetzes über die Förderung der Forschung und der Innovation (FIFG) beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) eine subsidiäre Finanzierung beantragen.

Eine alternative Lösung wäre die Integration des Archivs der Gosteli-Stiftung in den Bestand des Schweizerischen Bundesarchivs (BAR). Artikel 17 Absatz 2 des Bundesgesetzes über die Archivierung (BGA) bietet zwei Möglichkeiten für eine solche Unterstützung: Das Bundesarchiv könnte entweder die Aufbewahrung des digitalen Archivs oder aber das gesamte digitale und analoge Archiv der Gosteli-Stiftung als Privatarchiv übernehmen. Das BAR verfügt über eine digitale Archivierungslösung und über genügend Kapazitäten, um auch das künftige Wachstum des Gosteli-Archivs zu bewältigen.

Der Bundesrat hat das Bundesarchiv beauftragt, den betroffenen Akteuren für Gespräche zu den Varianten zur Verfügung zu stehen, damit Lösungen zur Erhaltung des Archivs gefunden werden können.


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Simon Meyer, Kommunikationsbeauftragter Bundesarchiv
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Letzte Änderung 20.04.2018

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