Schweizer Roadmap für Forschungsinfrastrukturen 2019

Bern, 17.04.2019 - Der Bundesrat hat am 17. April 2019 die «Schweizer Roadmap Forschungsinfrastrukturen 2019» des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) zur Kenntnis genommen. Die Roadmap ist ein strategisches Planungsinstrument aus Sicht der Schweiz. Sie fügt sich ein in den Erarbeitungsprozess der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation 2021-2024.

Der Zugang zu exzellenten Forschungsinfrastrukturen hat eine hohe Bedeutung für Forscherinnen und Forscher in Hochschulen und Forschungsinstitutionen sowie für innovative Unternehmen. In vielen Fachgebieten bilden Forschungsinfrastrukturen eine zentrale Voraussetzung für die Lösung grundlegender Fragen und für die Erarbeitung neuer Fragestellungen. Auch sind sie wichtig für die Weiterentwicklung von Methoden und die Erschliessung neuer Gebiete. Als Forschungsinfrastrukturen gelten beispielsweise Grossforschungsanlagen (z.B. Teilchenbeschleuniger, Teleskope oder Messstationen), e-Infrastrukturen (z.B. Hochleistungsrechner) oder digitale wissenschaftliche Informations- und Serviceinfrastrukturen (z.B. Datenbanken mit sehr grossen Datenmengen und komplexen Datenanalysen). Die Nachfrage nach solchen Infrastrukturen wächst und damit verbunden der mittel- und langfristige Finanzbedarf. Namentlich grosse Forschungsinfrastrukturen von nationaler oder internationaler Bedeutung wie das europäische Laboratorium für Teilchenphysik CERN mit hohem Koordinationsbedarf verlangen eine umsichtige Planung. Dadurch können die begrenzten finanziellen Mittel möglichst effizient und effektiv eingesetzt werden.

Das SBFI hat den gesetzlichen Auftrag, periodisch einen Bericht zum Stand und zur Entwicklung von Forschungsinfrastrukturen von nationaler Bedeutung zuhanden des Bundesrats zu erarbeiten. Die bisherige Roadmap aus dem Jahre 2015 wurde nun im Hinblick auf die BFI-Botschaft 2021-2024 aktualisiert. Sie weist den Umsetzungsstand bereits bestehender Infrastrukturen im In- und Ausland aus und gibt einen Überblick über neu geplante Vorhaben. Zudem zeigt sie die Prioritäten der Schweizer Hochschulen und der Schweiz als Vertragspartner bei internationalen Projekten auf wie beispielsweise bei neuen Messinstrumenten im Bereich Astronomie. Bezogen auf die internationalen Forschungsinfrastrukturen ist die Schweizer Roadmap abgestimmt auf europäische Planungen.

Die Roadmap enthält keine Finanzierungsentscheide und auch keine Vorschläge zur Verteilung allfälliger Bundesmittel auf Kredite innerhalb der Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation. Die Entscheidung, ob und in welchem Umfang eine neue Forschungsinfrastruktur errichtet wird, liegt in der Verantwortung der jeweiligen Trägerinstitution (in der Regel eine Hochschule).


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Letzte Änderung 20.04.2018

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