Tauglichkeit für Armee leicht angestiegen

Bern, 29.03.2019 - Im Jahr 2018 wurden in den Rekrutierungszentren der Schweizer Armee 31'411 Stellungspflichtige abschliessend beurteilt. 21'818 von ihnen sind tauglich für den Militärdienst und 2'934 für den Zivilschutz. Die Tauglichkeit beträgt damit wie im Vorjahr 78.8%.

Insgesamt erhielten 2018 in den sechs Rekrutierungszentren 31'411 (100%) Stellungspflichtige einen definitiven Entscheid. Dabei wurden 21'818 (69.5%) als militärdiensttauglich, 2'934 (9.3%) als schutzdienst-tauglich und 6'659 (21.2%) als medizinisch untauglich beurteilt. Weitere 1'727 Stellungspflichtige wurden aus verschiedenen Gründen zurückgestellt.

2018 begann die Umsetzung der Weiterentwicklung der Armee WEA. Dabei wurde auch ein flexibler RS-Start eingeführt, welcher es den angehenden Rekruten ermöglicht, die Rekrutierung nun bis zum vollendeten 24. Altersjahr (RS bis 25 Jahre möglich) zwischen drei und zwölf Monaten vor ihrem geplanten RS-Beginn zu absolvieren. Dies hatte zusammen mit demographischen Gründen zur Konsequenz, dass die Anzahl der Stellungspflichtigen im Jahr 2018 nur 31'411 (minus 5'127 gegenüber 2017) und dadurch die Anzahl Taugliche 21'818 (minus 3'164 gegenüber 2017) betrug. Eine Stabilisierung dieser Zahlen wird in den nächsten Jahren erwartet.

Die Militärdiensttauglichkeit hat sich gegenüber 2017 um 1.1% erhöht, diejenige für den Zivilschutz ist um 1.1% gesunken. Bezogen auf die Militärdiensttauglichkeit weisen die Kantone unterschiedliche Anteile auf. Diese liegen zwischen 83.8 und 58.8%.

2018 wurden insgesamt 3'067 aller Militärdiensttauglichen als Durchdiener rekrutiert, welche ihre gesamte Militärdienstzeit am Stück leisten. Im Jahr 2018 haben sich 397 Frauen freiwillig der Rekrutierung gestellt. Davon erhielten 337 einen definitiven Entscheid: 272 waren militärdiensttauglich, 34 schutzdiensttauglich und 31 medizinisch untauglich. 12 Frauen wurden zurückgestellt, weitere 48 sind entweder nicht eingerückt oder haben ihr Gesuch zurückgezogen.

Im Jahr 2018 wurden im Rahmen der Personensicherheitsprüfung sämtlicher Stellungspflichtigen 214 Risikoerklärungen erlassen. Mit der Durchführung von Personensicherheitsprüfungen anlässlich der Rekrutierung will die Armee verhindern, dass Personen, die ein mögliches Risiko für sich oder ihr Umfeld darstellen, eine Armeewaffe erhalten.

Eine medizinische Untauglichkeit kann rein körperliche, rein psychische oder gemischte Ursachen haben. Bei den körperlichen Ursachen stehen Probleme im Bereich des Bewegungsapparates im Vordergrund. Im psychischen Bereich sind Defizite bei der psychischen Belastbarkeit, Angststörungen sowie Drogenkonsum häufige Gründe.


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Stefan Hofer
Armeesprecher
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Letzte Änderung 20.04.2018

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