Newsletter Büro für Konsumentenfragen 01/2019

Bern, 26.02.2019 - Anbei erhalten Sie den Newsletter des Büro für Konsumentenfragen.

Produktrückrufe und Sicherheitswarnungen

2018 publizierte das BFK in Zusammenarbeit mit den zuständigen Marktaufsichtsbehörden und den betroffenen Unternehmen 93 Produktrückrufe und Sicherheitswarnungen. Die Anzahl lag damit deutlich über der des Vorjahres: 2017 hatte das BFK insgesamt 68 Rückrufe und Sicherheitswarnungen veröffentlicht. Die stärkste Zunahme gegenüber dem Vorjahr gab es mit rund 60 Prozent bei den Nahrungsmitteln und Getränken. Insgesamt entfielen 2018 über 70 Prozent aller durch das BFK publizierten Produktrückrufe und Sicherheitswarnungen auf die Produktgruppen Nahrungsmittel und Getränke, Spielzeuge, Verkehrsmittel(zubehör) und Hausrat. (Vgl. Grafik Anzahl und Anteil publizierter Produktrückrufe und Sicherheitswarnungen)

Die aktuellen Produktrückrufe und Sicherheitswarnungen für die Schweiz finden Sie auf unserer Website www.konsum.admin.ch und auf den sozialen Medien Twitter und Facebook in drei Amtssprachen:

Twitter
Deutsch: Produktrückruf CH  @rueckruf_ch
Französisch: Rappel de produit CH  @rappel_ch
Italienisch: Richiamo prodotto CH  @richiamo_ch

Facebook
Deutsch: Produktrückrufe Schweiz
Französisch: Rappels de produits Suisse
Italienisch: Richiami di prodotti Svizzera

Ergebnisse der Holzdeklaration 2018

Fortschritte bei der Holzdeklaration: Die Zahl der korrekt deklarierenden Unternehmen beim Holz und Holzprodukten ist 2018 gewachsen. Verbesserungspotenzial ist aber nach wie vor vorhanden. 
Im vergangenen Jahr führte das BFK 121 Kontrollen durch. Wie in den beiden Vorjahren lag der Fokus der Kontrollen auf Unternehmen, die ein mutmasslich grösseres Risiko für inkorrekte Deklarationen haben. Dazu zählten: kleinere Unternehmen, noch nie überprüfte Filialen grösserer Firmen, Unternehmen mit deklarationspflichtigen Holzprodukten im Nebensortiment, Versand- und Onlinehändler sowie neue Anbieter auf dem Markt.
Im Ergebnis konnte festgestellt werden, dass ein Drittel der geprüften Unternehmen seine Produkte korrekt deklarierte. Das bedeutet eine Verdoppelung der korrekten Deklarationen gegenüber 2017. Die meisten dieser Unternehmen wurden bereits zu einem früheren Zeitpunkt kontrolliert. Sie hatten die notwendigen Massnahmen getroffen und ein funktionierendes Deklarationssystem eingeführt.
Bei rund einem Fünftel der Unternehmen waren die kontrollierten Produkte nur teilweise korrekt deklariert: Die Holzherkunft wurde deutlich häufiger inkorrekt angegeben als die deklarierte Holzart. Bei 16 Prozent der beanstandeten Produkte war sowohl die deklarierte Holzart als auch die Holzherkunft inkorrekt. Das BFK bezweifelte in mehreren Fällen die deklarierte Holzherkunft. Die meisten Unternehmen, die nur teilweise korrekt deklarieren, waren Grossunternehmen mit einer grösseren Anzahl an deklarationspflichtigen Produkten im Hauptsortiment. Systembedingte Mängel waren hier der Hauptgrund für die mangelhafte Deklaration.
Bei knapp der Hälfte aller kontrollierten Unternehmen war keines der kontrollierten Produkte vollständig korrekt deklariert. Betroffen waren zumeist kleine Unternehmen, die noch nie überprüft wurden und sich ihrer Deklarationspflicht nicht bewusst waren. Beanstandet wurde hauptsächlich die fehlende Holzherkunftsdeklaration.
Wie auch im Vorjahr wurden Unternehmen, bei denen Mängel bezüglich der Deklarationspflicht festgestellt wurden, aufgefordert, geeignete Massnahmen innerhalb festgelegter Fristen zu treffen. Die Unternehmen mussten die Umsetzung dieser Massnahmen gegenüber dem BFK belegen. Fast alle betroffenen Unternehmen kamen dieser Aufforderungen nach. In nur einem Fall musste die Berichtigung der Deklaration verfügen werden.

Die Medienmitteilung zu den Ergebnissen 2018 finden Sie unter:
https://www.konsum.admin.ch/bfk/de/home/dokumentation/nsb-news_list.msg-id-73875.html

Weitere Informationen zur Deklarationspflicht finden Sie auf:
https://www.konsum.admin.ch/bfk/de/home/themen/holzdeklaration.html


Auskunftsstelle für Konsumenten

2018 erhielt das BFK über 700 Konsumentenanfragen. Die weitaus meisten Anfragen bezogen sich auf Vertragsrechts-Themen wie fehlerhafte Produkte bzw. nicht gelieferte Produkte. Auch Fragen, die das Thema «unlauterer Wettbewerb» tangieren, wurden häufig gestellt.

Eidgenössische Kommission für Konsumentenfragen (EKK)

Aktivitäten im Rückblick 2018

Mai 2018 - Empfehlung der EKK an den Bundesrat betreffend:
Genome Editing/ neue Pflanzenzüchtungsmethoden
Die EKK empfahl dem Bundesrat und den zuständigen Bundesämtern die Konsumentinnen und Konsumenten in das Thema einzubeziehen, da sie letztlich über die Akzeptanz der neuen Verfahren entscheiden. Die EKK empfahl des Weiteren, die Konsumentenhaltung und –erwartung in der Schweiz mit repräsentativen Studien zu erheben.

November 2018 – Stellungnahme an den Bundesrat betreffend:
Indirekten Gegenvorschlag zur «Fair Preis Initiative»

Juni 2018 – Stellungnahme an den Bundesrat betreffend:
Vernehmlassung Zivilprozessordnung

15. März 2018 - Welttag der Konsumentenrechte
Prof. Dr. Pascal Pichonnaz, vormals Vizepräsident und nun Präsident ad interim der EKK, nutzte den letztjährigen Welttag der Konsumenten um Überlegungen zu den Grundrechten der Konsumentinnen und Konsumenten im Zeitalter des Internet of Things (IoT) anzustellen.

Organisatorisches
Nach dem Rücktritt der langjährigen und verdienten Präsidentin Dr. Marlis Koller-Tumler auf Ende 2018, übernahm der bisherige Vizepräsident Prof. Dr. Pascal Pichonnaz das Präsidium der EKK ad interim. Prof. Dr. Pascal Pichonnaz ist Professor der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg.

Gut zu Wissen

Mehr Sicherheit bei Risikoaktivitäten: Neue Regeln gelten ab Mai 2019
Höhere Anforderungen an die Professionalität der Anbieter und mehr Sicherheit für die Teilnehmenden: Das sind die Kernziele, die der Bundesrat mit der revidierten Verordnung zu Risikoaktivitäten verfolgt und die auch in der Vernehmlassung unterstützt wurden. In seiner Sitzung vom 30. Januar 2019 hat der Bundesrat die neuen Regeln auf den 1. Mai 2019 in Kraft gesetzt.

Quelle: https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-73807.html

EU: Einigung auf neue Ökodesignanforderungen
Anfang 2019 haben sich die EU-Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission auf umfassende Neuregelungen im Rahmen der EU-Ökodesign-Richtlinie geeinigt. Für zehn Produktgruppen, unter anderem für Geschirrspüler, Waschmaschinen, Kühlschränke und Halogenlampen gelten in der EU in Zukunft strengere Anforderungen an ihre Energieeffizienz. Außerdem werden erstmals Anforderungen in Bezug auf Reparierbarkeit und Ersatzteile festgelegt. Formal müssen den neuen Regelungen noch das EU-Parlament und der Ministerrat zustimmen, damit sie 2021 gelten können.
Quelle: https://www.bmu.de/pressemitteilung/neue-eu-regeln-fuer-mehr-effizienz-und-langlebigkeit-von-haushaltsgeraeten-beschlossen/


Adresse für Rückfragen

Büro für Konsumentenfragen
Tel. +41 58 462 20 21
E-Mail: bojan.tesic@bfk.admin.ch



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Eidgenössisches Büro für Konsumentenfragen
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