Schweiz unterstützt Rohingya-Flüchtlinge mit weiteren 10 Millionen Franken

Bern, 15.02.2019 - Die Schweiz beteiligt sich 2019 an der Bewältigung der Rohingya-Flüchtlingskrise in Bangladesch mit CHF 10 Mio. Ausserdem entsendet sie Experten des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe SKH zur Unterstützung der Hilfsbemühungen. Die Not in der Aufnahmeregion im Osten Bangladeschs bleibt gross. Der internationale Joint Response Plan weist einen finanziellen Bedarf von USD 920 Mio. aus.

Bei der Lancierung des Joint Response Plan in Genf hat die Schweiz bekräftigt, sich weiterhin für die Bewältigung der Flüchtlingskrise in Bangladesch engagieren zu wollen. Mit dem Beitrag von CHF 10 Mio. will sie ihre bisherigen Anstrengungen in den Bereichen Wasser und Siedlungshygiene sowie Schutz und Katastrophenvorsorge weiterführen und vertiefen. Zudem sollen weitere SKH-Experten in den betroffenen Bezirk Cox’s Bazar entsandt werden, um bei der Bewältigung der Krise mitzuwirken. Derzeit engagieren sich sechs Schweizer Experten und Expertinnen vor Ort, entweder in den Reihen der UN-Organisationen oder bei der Koordination der Projekte der Humanitären Hilfe der DEZA.

Mit dem neuen Beitrag hat sich die Schweiz seit 2017 mit insgesamt CHF 30 Mio. für die humanitäre Hilfe in der Rohingya-Flüchtlingskrise engagiert. In einem Statement forderte die Schweiz von Myanmar und Bangladesch, dass die Bedingungen für eine freiwillige, sichere und würdevolle Rückkehr der Vertriebenen geschaffen werden. Als Voraussetzung einer dauerhaften Lösung ruft die Schweiz zur Einhaltung des Völkerrechts auf, insbesondere zur Wahrung und zum Schutz der Menschenrechte im Rakhine-Staat in Myanmar, dem Herkunftsgebiet der Rohingya-Flüchtlinge.

Der Joint Response Plan, der von über 130 humanitären Organisationen erarbeitet wurde, weist einen Bedarf von USD 920 Mio. aus, mit denen einerseits die Grundbedürfnisse der rund 900'000 Flüchtlinge gedeckt werden sollen: Unterkünfte, Nahrung, Gesundheit, Wasser und Siedlungshygiene. Andererseits soll die einheimische Bevölkerung unterstützt werden, deren Lebensbedingungen seit Ausbruch der Flüchtlingskrise durch vermehrte Abholzung, Wassernutzung, Abfallproduktion usw. verschärft wurden.


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