Air2030 – Schweizer Industrie trifft sich mit den Bodluv-Kandidaten in Bern

Bern, 15.02.2019 - Bei der Beschaffung des neuen Systems zur bodengestützten Luftverteidigung grösserer Reichweite (Bodluv) soll der Kaufpreis zu 100 Prozent durch Offsetaufträge an die Schweizer Industrie kompensiert werden. Um die Zusammenarbeit zwischen den Bodluv-Kandidaten und der Schweizer Industrie in Gang zu bringen, organisiert das Offset-Büro Bern zusammen mit Swissmem/SWISS ASD und GRPM 2019 für die Kandidaten je eine Kontaktveranstaltung in Bern. Sowohl Raytheon wie Eurosam halten ihre Meetings im Februar ab. Die Firma Rafael präsentiert sich aufgrund eines verzögerten Bewilligungsverfahrens zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Beschaffung des neuen Systems zur bodengestützten Luftverteidigung grösserer Reichweite soll durch zusätzliche Aufträge der Kandidaten an Industrieunternehmen in der Schweiz zu 100 Prozent kompensiert werden. Um diese Auflage zu erfüllen, sind die Kandidaten unter anderem gefordert, frühzeitig Kontakte zur Schweizer Industrie herzustellen und Informationen zu den möglichen Kompensationsgeschäften einzuholen. Frühzeitige Kontakte sind auch deshalb notwendig, weil die Kandidaten mit ihrer ersten Offerte ein Konzept über die Umsetzung der Offsetverpflichtungen einreichen müssen. Bei den drei Kandidaten handelt es sich um Frankreich (Eurosam SAMP/T), Israel (Rafael David's Sling) und die USA (Raytheon Patriot).

Business-to-Business-Meetings in Bern

Zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Kandidaten und der Schweizer Industrie organisiert das Offsetbüro Bern zusammen mit Swissmem/SWISS ASD (Vereinigung der schweizerischen Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie) und GRPM (Westschweizer Vereinigung für Verteidigungs- und Sicherheitsgüter) ab dem 18. Februar 2019 pro Kandidat eine Veranstaltung in Bern. Jede Veranstaltung beginnt mit einer kurzen Vorstellung des Kandidaten. Hauptsächlich treffen sich die Schweizer Unternehmen und die des Kandidaten zu kurzen individuellen Business-to-Business-Meetings (inkl. Partnerunternehmen, Hauptlieferanten etc.). Für die einzelnen Veranstaltungen haben sich rund 80 Schweizer Firmen aus den für Offset vorgesehenen Industriebranchen* angemeldet. Die Teilnahme ist angemeldeten Firmen vorbehalten.

Ziele von Kompensationsgeschäften** bei Rüstungsbeschaffungen im Ausland

  • Erhaltung von wichtigen Kapazitäten und technischem Know-how in der sicherheitsrelevanten Technologie- und Industriebasis der Schweiz
  • Sicherstellung wichtiger Schlüsselkompetenzen für Wartung und Weiterentwicklung von militärischen und zivilen Gütern der Schweizer Armee
  • Nachhaltiger Zugang zu neuen Märkten und in die Lieferketten internationaler Spitzenhersteller
  • Begünstigung von Know-how-Transfers aus dem Ausland in die Schweiz
  • Generierung von zusätzlichen Aufträgen und dadurch Sicherung von bestehenden und Schaffung von neuen Arbeitsplätzen

*  Gemäss der Offset-Policy der armasuisse vom 01.04.2018: Maschinenindustrie, Metallindustrie, elektronische und elektrotechnische Industrie, optische Industrie, Uhrenindustrie, Fahrzeugbau- und Waggonbau-Industrie, Gummi- und Plastikerzeugnisse, chemische Erzeugnisse, Luft- und Raumfahrt, Informatikindustrie und Software-Engineering, Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen
**    Die Begriffe Offset und Kompensation haben die gleiche Bedeutung.


Adresse für Rückfragen

Jacqueline Stampfli
Stv. Leiterin Kommunikation Bundesamt für Rüstung armasuisse
+41 58 464 60 42



Herausgeber

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Gruppe Verteidigung
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Letzte Änderung 20.04.2018

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