Die Kunstsammlungen des Bundes gehen online

Bern, 21.12.2018 - Die Kunstsammlungen des Bundes enthalten wichtige Werke des Schweizer Kunst- und Designschaffens. Seit über 100 Jahren bereichern sie die Ausstellungen von Kunst- und Designmuseen in der Schweiz sowie die Gebäude der Eidgenossenschaft. Der breiten Öffentlichkeit sind die Sammlungen aber noch zu wenig bekannt. Um das zu ändern, stellt das Bundesamt für Kultur (BAK) neu die bedeutendsten Werke seiner Kunstsammlungen sowie Informationen dazu online.

In einem ersten Schritt sind die 93 Kunstwerke aus der Sammlung der Gottfried Keller-Stiftung aufgeschaltet, die das Landesmuseum Zürich ab dem 14. Februar und das MASI Lugano ab dem 24. März 2019 in zwei Ausstellungen zeigen werden. Die Auswahl wird ergänzt um Beispiele aus weiteren Beständen der Bundeskunstsammlung. Die Präsentation der Kunstsammlungen des Bundes wird in den kommenden Jahren kontinuierlich ausgebaut.

Präsentiert werden Werke aller Epochen vom Mittelalter bis zu unserer Zeit. Die Auswahl zeugt von der Vielfalt der Bestände. Diese umfassen u.a. Gemälde, Skulpturen, Fotografien, aber auch etwa Tapisserien und Kunsthandwerk. Auf einem virtuellen Rundgang können alle interessierten Personen durch die Sammlungen navigieren, die einzelnen Kunstwerke betrachten und Hintergrundinformationen dazu abrufen sowie die Abbildungen herunterladen.

Das BAK macht mit der Onlinepräsentation die Werke der Sammlung der Gottfried Keller-Stiftung und der Bundeskunstsammlung der Öffentlichkeit zugänglich und setzt damit ein Ziel der aktuellen Kulturbotschaft um. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der ETH-Bibliothek Zürich und ihrer online-Plattform «E-Pics» realisiert.

Die Sammlung der eidgenössischen Gottfried Keller-Stiftung

Die Gottfried Keller-Stiftung wurde 1890 von Lydia Welti-Escher ins Leben gerufen, der Tochter und Erbin des Politikers, Wirtschaftsführers und Eisenbahnunternehmers Alfred Escher. Sie vermachte der Eidgenossenschaft einen grossen Teil ihres Vermögens mit dem Auftrag, aus den Erträgen wichtige Werke der bildenden Kunst zugunsten der Schweizer Museen anzukaufen. Der Name der Stiftung erinnert an den berühmten Schweizer Dichter und Maler Gottfried Keller, der ein Freund der Familie Escher war. Die Sammlung der Gottfried Keller-Stiftung umfasst heute rund 6'400 Werke, die sich als Dauerleihgaben in über 70 Schweizer Museen und weiteren öffentlichen Institutionen befinden.

Die Bundeskunstsammlung

Seit 1888 sammelt der Bund Kunstwerke und stärkt damit das Schweizerische Kunstschaffen und die kulturelle Identität unseres Landes. Die in der Folge auch über Schenkungen und Legate gewachsene Sammlung umfasst heute rund 21'000 Werke. Ein grosser Teil dieses Bestandes befindet sich als Dauerleihgaben in Schweizer Museen, in repräsentativen Gebäuden der Bundesverwaltung im Inland und in den diplomatischen Vertretungen der Schweiz im Ausland.


Adresse für Rückfragen

Andreas Münch, Leiter Kunstsammlungen des Bundes, Sektion Museen und Sammlungen, Bundesamt für Kultur, +41 58 463 82 71, andreas.muench@bak.admin.ch



Herausgeber

Bundesamt für Kultur
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Letzte Änderung 20.04.2018

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