Grenzüberschreitende Industrieunfälle: Mandat für Stärkung der Konvention erteilt

Bern, 21.11.2018 - In Genf findet vom 4. bis 6. Dezember das zehnte Treffen der Vertragsparteien der Konvention über die grenzüberschreitenden Auswirkungen von Industrieunfällen der UNO-Wirtschaftskommission für Europa (UNECE) statt. Der Bundesrat hat am 21. November 2018 das Mandat für die Schweizer Delegation verabschiedet. Die Information und die Beteiligung der Öffentlichkeit sollen gestärkt und die Konvention für Länder ausserhalb des UNECE-Raums geöffnet werden.

Darüber hinaus wollen die Vertragsparteien die Strategie der Konvention bis 2030 verabschieden. Diese Strategie soll die Chemierisiken in den UNECE-Ländern weiter senken, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärken und die Konvention auf die internationalen Ziele zur Risikoreduktion ausrichten. Die Teilnehmenden werden sich unter anderem über Methoden zur Erfassung und Bewertung von Risiken austauschen. Auf diesem Gebiet verfügt die Schweiz über spezielles Know-How.

Die Konvention gilt für Anlagen mit grossen Mengen gefährlicher Chemikalien. Die geplanten Anpassungen stimmen mit den bereits gültigen Vorschriften in der Schweiz überein, insbesondere der Störfallverordnung. Die Schweiz unterstützt die Anpassungen und Aktivitäten der Konvention. Speziell für die Länder in Südosteuropa, im Kaukasus und in Zentralasien ist die Konvention ein wichtiges Instrument, um die Grundlagen zur Vermeidung von Industrieunfällen zu verankern.


Adresse für Rückfragen

Martin Merkofer, Leiter Sektion Störfall und Erdbebenvorsorge, Bundesamt für Umwelt (BAFU), Tel. +41 79 758 39 15



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Letzte Änderung 20.04.2018

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