Air2030 – die Schweiz testet Luftraumüberwachungssysteme in Dübendorf

Bern, 09.10.2018 - Auf dem Militärflugplatz in Dübendorf erprobt armasuisse gegenwärtig drei neue Luftraumüberwachungssysteme. Die Erprobungen dauern bis Ende Dezember 2018.

In Dübendorf erprobt armasuisse drei Ersatzsysteme für das bestehende Luftlageverarbeitungs- und Führungssystem «RALUS/LUNAS». Erprobt werden drei Systeme aus drei verschiedenen Ländern: Frankreich (Thales), Schweden (Saab) und USA (Raytheon). Die Erprobungsteams aus armasuisse und Armee prüfen die Funktionalität des Flugwegrechners sowie Fähigkeiten zur Führung des zivilen und militärischen Flugverkehrs. Die Erprobungen dauern bis Ende Dezember 2018. Anschliessend wertet armasuisse die Resultate aus und unterbreitet der Programmführung eine Empfehlung zur Systemwahl.

Das Luftraumüberwachungs- und Führungssystem «FLORAKO»

RALUS/LUNAS sind Subsysteme des bestehenden Luftraumüberwachungs- und Führungs-systems «FLORAKO». Während RALUS (Radar Luftlage-System) die Daten zusammenfasst und das aktuelle Luftlagebild erstellt, bildet LUNAS-EZ (Luftlage-Nachrichtensystem-Einsatzzentrale) alle Daten ab und unterstützt die Einsatzleitung. «FLORAKO» dient dazu, zivile und militärische Flugobjekte (z.B. Flugzeuge, Helikopter und Drohnen) zu erkennen und die Einsätze der Luftwaffe, inklusive bodengestützte Luftverteidigung, zu führen. Seit 2005 wird der Luftraum über der Schweiz durch «FLORAKO» im 24-Stunden-Betrieb überwacht. Die weiteren Komponenten von «FLORAKO», die schrittweise ersetzt oder modernisiert wer-den sollen, sind:

  • FLORES: Radarsensoren.
  • FLORAKO Data Link: Funknetzwerk zur taktischen Datenübertragung mit Kampfflug-zeugen.
  • mob RAP (mobiles Recognized Air Picture): Darstellung der identifizierten Luftlage für Entscheidungsträger auf einem mobilen Terminal.
  • KOMSYS (Kommunikationssystem): Daten- und Sprachübertragung.

Mit dem Ersatz dieser Komponenten zur Datenverarbeitung und Einsatzleitung ist der Betrieb von «FLORAKO» bis in die 2030er Jahre möglich.

Bezug zum Programm «Air2030»

Zum Programm «Air2030» zählen nicht nur die Projekte neues Kampfflugzeug und bodenge-stütztes Luftverteidigungssystem grösserer Reichweite, sondern auch die Projekte «C2Air» und «Radar». Diese beiden Projekte betreffen den schrittweisen Ersatz beziehungsweise die Modernisierung der erwähnten Komponenten von «FLORAKO». Sie sind zeitlich vorgelagert und werden in separaten Rüstungsprogrammen im Parlament beantragt (der Werterhalt der «FLORAKO» Radarsensoren ist mit dem Rüstungsprogramm 2016 bewilligt worden).


Adresse für Rückfragen

Kaj-Gunnar Sievert
Leiter Kommunikation armasuisse
Tel. +41(0)58 464 62 47



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Letzte Änderung 20.04.2018

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