Air2030 – Schweizer Industrie trifft sich mit den NKF-Kandidaten in Bern und Lausanne

Bern, 08.10.2018 - Bei der Beschaffung des neuen Kampfflugzeugs (NKF) soll der Kaufpreis zu 100 Prozent durch Offsetaufträge an die Schweizer Industrie kompensiert werden. Um die Zusammenarbeit zwischen den fünf NKF-Kandidaten und der Schweizer Industrie in Gang zu bringen, organisieren das Offset-Büro Bern sowie Swissmem / SWISS ASD und GRPM im Oktober 2018 für die fünf Kandidaten je eine Kontaktveranstaltung in Bern und in Lausanne.

Die Beschaffung des neuen Kampfflugzeuges soll durch zusätzliche Aufträge der Kandidaten an Industrieunternehmen in der Schweiz zu 100 Prozent kompensiert werden. Um diese Auflage zu erfüllen, sind die Kandidaten unter anderem gefordert, frühzeitig Kontakte zur Schweizer Industrie herzustellen und Informationen zu den möglichen Kompensationsgeschäften einzuholen. Frühzeitige Kontakte sind auch deshalb notwendig, weil die Kandidaten mit ihrer ersten Offerte ein Konzept über die Umsetzung der Offsetverpflichtungen einreichen müssen. Bei den fünf Kandidaten handelt es sich um Airbus (Eurofighter), Boeing (Super Hornet), Dassault (Rafale), Lockheed Martin (F-35A) und Saab (Gripen E).

Business-to-Business-Meetings in Bern und Lausanne

Zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Kandidaten und der Schweizer Industrie organisieren das Offsetbüro Bern sowie Swissmem / SWISS ASD (Vereinigung der schweizerischen Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie) und GRPM (Westschweizer Vereinigung für Verteidigungs- und Sicherheitsgüter) im Oktober 2018 pro Kandidat zwei Veranstaltungen. Diese finden in Bern und Lausanne statt. Jede Veranstaltung beginnt mit einer kurzen Vorstellung des Kandidaten. Hauptsächlich treffen sich die Schweizer Unternehmen und die des Kandidaten zu kurzen individuellen Business-to-Business-Meetings (inkl. Partnerunternehmen, Hauptlieferanten etc.). Für die einzelnen Veranstaltungen haben sich rund 80 Schweizer Firmen aus den für Offset vorgesehenen Industriebranchen** angemeldet. Die Teilnahme ist angemeldeten Firmen vorbehalten.

Ziele von Kompensationsgeschäften bei Rüstungsbeschaffungen im Ausland

  • Erhaltung von wichtigen Kapazitäten und technischem Know-how in der sicherheitsrelevanten Technologie- und Industriebasis der Schweiz
  • Sicherstellung wichtiger Schlüsselkompetenzen für Wartung und Weiterentwicklung von militärischen und zivilen Gütern der Schweizer Armee
  • Nachhaltiger Zugang zu neuen Märkten und in die Lieferketten internationaler Spitzen-Hersteller
  • Begünstigung von Know-how-Transfers aus dem Ausland in die Schweiz
  • Generierung von zusätzlichen Aufträgen und dadurch Sicherung von bestehenden und Schaffung von neuen Arbeitsplätzen

*    Die Begriffe Offset und Kompensation haben die gleiche Bedeutung.
**  Gemäss der Offset-Policy der armasuisse vom 01.04.2018: Maschinenindustrie, Metallindustrie, elektronische und elektro-technische Industrie, optische Industrie, Uhrenindustrie, Fahrzeugbau- und Waggonbau-Industrie, Gummi- und Plastikerzeugnisse, chemische Erzeugnisse, Luft- und Raumfahrt, Informatikindustrie und Software-Engineering, Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen


Adresse für Rückfragen

Kaj-Gunnar Sievert
Leiter Kommunikation Bundesamt für Rüstung armasuisse
Tel. +41(0)58 464 62 47



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Letzte Änderung 20.04.2018

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